ARCHIV

Der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“

Faschings-Seniorenfrühstück

Faschings-Seniorenfrühstück

Am 10. Februar 2024 fand im Stumpe-Saal des „Family Centers“ ein besonderes Highlight statt – unser spezielles „Faschings-Seniorenfrühstück“.

Die Tische waren mit bunten Luftschlangen dekoriert und einige Gäste erschienen in liebevoll ausgewählten Verkleidungen.

Das „Faschings-Seniorenfrühstück“ war nicht nur eine Gelegenheit zum Genießen von leckeren Speisen, sondern auch erneut ein Beweis dafür, dass gemeinsame Aktivitäten und fröhliche Feste einen positiven Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden haben. Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft solche besonderen Momente der Gemeinschaft zu schaffen und damit einen Beitrag zur Bekämpfung der Einsamkeit zu leisten.

Unser Senioren-Frühstück jeden Samstag ab 9:00 Uhr im Stumpe-Saal statt, wobei es nicht nur darum geht, gemeinsam zu frühstücken, sondern vor allem um den Aufbau von Beziehungen und die Pflege von sozialen Kontakten.

Ungeliebte Geschenke

Ungeliebte Geschenke

Auch in diesem Jahr konnten ab dem 8. Januar wieder ungeliebte oder doppelte Weihnachtsgeschenke im ‚Family Store‘ unsererStiftung in der Neugablonzer Hüttenstr. 10 als Sachspenden abgegeben werden.

Nach den Festtagen bleibt ja oft das Dilemma der unpassenden oder doppelten Geschenke. Doch statt sie in Schränken verstauben zu lassen, bot der ‚Family Store‘ erneut die Möglichkeit, sie einer sinnvollen Verwendung zuzuführen, denn der Erlös aus dem Verkauf dieser Spenden kommt unseren sozialen Aktivitäten zugute kommt, so dass jedes abgegebene Weihnachtsgeschenk dazu beiträgt, benachteiligten Menschen in unserer Gesellschaft zu helfen und sozialen Wandel zu fördern.

Unser ‚Family Center‘ mit dem integrierten Second-Hand-Kaufhaus ‚Family Store‘ ist vor allem ein Ort der Begegnung und praktizierter Nächstenliebe und ich danke auf diesem Weg herzlich jedem Spender und jeder Spenderin, die sich an unserer AktionUngeliebte Weihnachtsgeschenke‘ beteiligt haben“, betont Stiftungsvorstand Wolfgang Groß.

Pflege in der Familie

Pflege in der Familie

Am 21. November 2023 fand im Stumpehaus des „Family Centers“ der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ in der Neugablonzer Hüttenstraße 10 eine gut besuchte Informationsveranstaltung mit dem Titel „Pflege in der Familie – Versorgungsmöglichkeiten in Kaufbeuren“ statt. Der Vortrag wurde von Herrn Felix Franke, dem erfahrenen Seniorenbeauftragten der Stadt Kaufbeuren, präsentiert.

Herr Franke, studierter Sozialwirt und Leiter des Seniorenbüros der Stadt, beeindruckte die zahlreichen Besucher durch sein fundiertes Wissen und seine langjährige Erfahrung im Bereich der Seniorenarbeit. Als Projektmanager bei der Hospitalstiftung seit 2012 hat er bereits zahlreiche Projekte initiiert und begleitet. Darüber hinaus wurde er im Jahr 2013 zum Vorsitzenden des Netzwerks Altenhilfe & Gerontopsychiatrie Kaufbeuren – Ostallgäu e.V. gewählt.

Die Zielgruppe der Veranstaltung waren vor allem Seniorinnen und Senioren sowie deren Familienangehörige, die sich mit dem Thema Pflege und Versorgung im familiären Umfeld auseinandersetzen. Herr Franke präsentierte in seinem Vortrag wichtige Informationen zu den Versorgungsmöglichkeiten in Kaufbeuren, wobei er besonders auf die Bedürfnisse der älteren Generation einging.

Nach dem informativen Vortrag stand Herr Franke den Teilnehmerinnen und Teilnehmern persönlich zur Verfügung, um weiterführende Fragen zu klären und individuelle Anliegen sowie Unsicherheiten zu besprechen. Die kostenlose Veranstaltung ermöglichte einen direkten Austausch zwischen dem Seniorenbeauftragten und den interessierten Bürgern.

Insgesamt war der Vortrag von Herrn Felix Franke eine wertvolle Informationsquelle für alle, die sich mit dem Thema Pflege im familiären Umfeld beschäftigen. Die gelungene Veranstaltung trug dazu bei, das Bewusstsein für die vorhandenen Versorgungsmöglichkeiten in Kaufbeuren zu schärfen und die Betroffenen in ihrer individuellen Situation zu unterstützen.

Einbürgerungsfeier

Einbürgerungsfeier

Am 16. November 2023 fand im historischen Sitzungssaal des Kaufbeurer Rathauses eine festliche Einbürgerungsfeier statt, zu der Oberbürgermeister Stefan Bosse zahlreiche neue Staatsbürger der Wertachstadt eingeladen hatte. Diese Menschen hatten in der jüngeren Vergangenheit die deutsche Staatsbürgerschaft erworben und wurden nun in einer feierlichen Zeremonie willkommen geheißen.

Unter den neuen Bürgern befand sich auch Herr John Philip, begleitet von seiner Ehefrau Susan und den beiden Kindern Jessica und Jerome, die aus Südindien stammen. Da die Einbürgerung dieses liebevollen Familienverbunds von unserer Stiftung während des Prozesses unterstützt wurde, war auch Vorstandsvorsitzender Wolfgang Groß zu diesem bedeutsamen Ereignis eingeladen.

In seiner Ansprache betonte Oberbürgermeister Bosse die stetig wachsende Einwohnerzahl der Stadt, die nun fast 48.000 Personen umfasst. Er zeigte sich erfreut darüber, Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt in Kaufbeuren willkommen zu heißen. Bosse unterstrich dabei die Bedeutung der kulturellen Vielfalt und betonte, dass die neuen Bürger durch die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft ihre Wurzeln nicht vergessen sollten. Stattdessen sollten sie weiterhin den Kontakt zu ihrer Heimat, ihren Verwandten und ihrer Kultur pflegen.

Die Einbürgerungsfeier war somit nicht nur ein formelles Ereignis, sondern auch eine Feier der kulturellen Bereicherung und der Gemeinschaft in Kaufbeuren.

Wir als Stiftung freuen uns, einen Beitrag dazu geleistet zu haben und gratulieren allen neuen Staatsbürgern zu diesem wichtigen Schritt in ihrem Leben. Möge die kulturelle Vielfalt weiterhin das Band sein, das unsere Stadt und ihre Bürger verbindet.

Besuch des Musicals Ludwig²

Besuch des Musicals Ludwig²

Am 12. November 2023 erhielten 13 engagierte Frauen, darunter Ehren- und Hauptamtliche sowie Frauen mit Wurzeln in Eritrea und Afghanistan, eine herzliche Einladung des Festspielhauses Füssen, das faszinierende Musical „Ludwig²“ zu besuchen.

Hintergrundinformationen über das Musical „Ludwig²“ und König Ludwig II.

„Ludwig²“ ist ein einzigartiges Musical, das die bewegende Lebensgeschichte des bayerischen Märchenkönigs Ludwig II. erzählt. Der Monarch, der im 19. Jahrhundert regierte, war bekannt für seine Liebe zur Kunst, Architektur und Musik. Sein prächtiges Schloss Neuschwanstein diente als Inspiration für das berühmte Märchenschloss von Walt Disney. Das Musical „Ludwig²“ entführt die Zuschauer in die Welt dieses faszinierenden Herrschers, dessen Leben von Tragödien und künstlerischer Leidenschaft geprägt war.

Die atemberaubende Inszenierung, mit beeindruckenden Bühnenbildern und mitreißender Musik, lässt die Zuschauer in die romantische Epoche Bayerns eintauchen und bietet einen Blick auf das Schicksal des bayerischen Königs, dessen Vermächtnis bis heute spürbar ist.

Begeisterung und Dankbarkeit der Besucherinnen

Die 13 Frauen, die die Gelegenheit hatten, dieses außergewöhnliche Musical zu erleben, waren restlos begeistert. Die emotionale Darbietung, gepaart mit der grandiosen Inszenierung, hinterließ einen tiefen Eindruck bei den Besucherinnen. Die Mischung aus Dramatik, Geschichte und kunstvoller Präsentation fesselte sie von Anfang bis Ende.

Besonders bedanken möchten sich die Frauen bei Frau Renate Böck, die diese einzigartige Möglichkeit ermöglichte. Die Möglichkeit, an einer solch hochwertigen Aufführung teilnehmen zu dürfen, wird als ein unvergessliches Erlebnis in Erinnerung bleiben und trägt dazu bei, kulturelle Brücken zu schlagen und Verbindungen zu stärken.

Der Besuch von „Ludwig²“ im Festspielhaus Füssen war nicht nur ein kulturelles Highlight, sondern auch eine Bereicherung für die Teilnehmerinnen. Durch die mitreißende Geschichte des bayerischen Königs konnten sie nicht nur die Kunst und Musik dieser Epoche kennenlernen, sondern erhielten auch einen Einblick in die reiche Geschichte und Kultur Bayerns. Dieses Erlebnis hat dazu beigetragen, kulturelle Horizonte zu erweitern und Verständnis für die Vielfalt der Geschichte und Traditionen zu fördern.

St. Martin im „Family Store“

St. Martin im "Family Store"

Eine herzerwärmende Aktion zum St. Martinsfest erlebte der „Family Store“ in Neugablonz heute, als 17 Kinder der „Blauen Gruppe“ des Kindergartens Jeschkenweg, gemeinsam mit ihren Gruppenleiterinnen Daniela Ruseva und Claudia Sprandel, zu Besuch kamen. Die kleinen Gäste hatten einen Bollerwagen voller gut erhaltener Gebrauchtwaren mitgebracht, die sie dem Leiterehepaar des Second-Hand-Kaufhauses, Sylvia und Matthias Malzkorn, überreichten.

Die Idee hinter dieser besonderen Aktion war es, den Kindern die Bedeutung von Teilen und Nächstenliebe näherzubringen, ganz im Geiste von St. Martin, der für seine Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft bekannt ist. Die Kinder hatten sich auf diesen Tag gut vorbereitet und das beliebte St. Martinslied einstudiert.

Mit begeisterten Stimmen trugen sie den Mitarbeitern und Kundinnen des gemeinnützigen Second-Hand-Kaufhauses mehrere Verse dieses bekannten Liedes vor:

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,
sein Ross, das trug ihn fort geschwind.
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt ihn warm und gut.

Im Schnee saß, im Schnee saß,
im Schnee, da saß ein armer Mann,
hat Kleider nicht, hat Lumpen an:
„Oh helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bittre Frost mein Tod!“

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin zieht die Zügel an,
sein Ross steht still beim braven Mann.
Sankt Martin mit dem Schwerte teilt
den warmen Mantel unverweilt.

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin gibt den halben still,
der Bettler rasch ihm danken will.
Sankt Martin aber ritt in Eil
hinweg mit seinem Mantelteil.

Sylvia und Matthias Malzkorn, die sich über die Geste der Mädchen und Buben sehr freuten, bedankten sich herzlich bei den kleinen Besuchern und ihren Erzieherinnen. Als kleines Dankeschön überreichten sie jedem Kind ein Tütchen mit leckeren Süßigkeiten.

Diese liebevolle Aktion verdeutlicht einmal mehr, wie wichtig es ist, Werte wie Teilen und Nächstenliebe schon in jungen Jahren zu vermitteln. Die „Blaue Gruppe“ des Neugablonzer Kindergartens Jeschkenweg hat mit ihrem Besuch im „Family Store“ an diesem St. Martinsfest einen wichtigen Beitrag zur Förderung dieser Werte geleistet.

Vorlesenacht im Rathaus

Vorlesenacht im Rathaus

Am 4. November 2023 fand von 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr im Rathaus Kaufbeuren zum wiederholten Mal ein besonderes Ereignis statt, das die Herzen von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen berührte: Die Vorlesenacht, eine Veranstaltung, die die wunderbare Kraft des Vorlesens in den Mittelpunkt stellte.

An neun „Leseinseln“ hörten zahllose Mädchen und Buben Geschichten aus verschiedenen Kinderbüchern, die von engagierten Vorleserinnen und Vorlesern zum Leben erweckt wurden, u.a. von Kaufbeuren’s Oberbürgermeister, Stefan Bosse, der ebenfalls seine Zeit und seine Stimme „spendete“, um den jungen Zuhörern eine unvergessliche Vorleseerfahrung zu bieten.

Unsere Stiftung sorgte dafür, dass 14 Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund an diesem inspirierenden Event teilnehmen konnten, denn wir glauben fest daran, dass Geschichten Brücken bauen können, und sind stolz darauf, diesen Kindern die Möglichkeit gegeben zu haben, an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

Die Vorlesenacht wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Kaufbeuren, dem Rotaract Club Kaufbeuren und dem Generationenhaus unter der Leitung von Angelika Lausser organisiert, das auch für das leibliche Wohl der Kinder und Eltern sorgte.

Die Vorlesenacht im Rathaus Kaufbeuren war ein Fest der Worte, der Fantasie und der Gemeinschaft, danken allen, die zu diesem unvergesslichen Abend beigetragen haben, und freuen uns auf weitere Abenteuer in der Welt der Bücher und Geschichten.

Kids Party statt Halloween

Kids Party statt Halloween

Am 31. Oktober 2023 hatten neun Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund das Vergnügen, an der „Kids Party“ im Zentrum der Neugablonzer Immanuelgemeinde teilzunehmen. Diese Veranstaltung fand als Alternative zu Halloween statt, da viele Eltern Bedenken gegenüber diesem Brauch äußern. Die „Kids Party“ bot insgesamt 25 Mädchen und Jungen eine wunderbare Gelegenheit, sich in einer fröhlichen und sicheren Umgebung zu amüsieren.

Das abwechslungsreiche Programm bestand aus zahlreichen Aktivitäten, die die Kinder begeisterten und miteinander verbanden:

  • Tanzen: Wir haben die Tanzfläche eröffnet und die Kinder konnten zu ihrer Lieblingsmusik das Tanzbein schwingen.
  • Gemeinschaftsspiele: Verschiedene Gesellschaftsspiele sorgten für Spaß und Teamgeist.
  • Parcours: Ein aufregender Parcours erwartete die kleinen Abenteurer, bei dem sie Punkte sammeln mussten. Dieser Parcours bestand aus verschiedenen Stationen, die von Malen über Rätseln bis hin zu sportlichen Aktivitäten wie Sackhüpfen, Dosenwerfen, Eierlauf und Kastanienweitwurf reichten.
  • Schminken lassen: Die Kids hatten die Möglichkeit, sich schminken zu lassen und in die Rolle ihrer Lieblingscharaktere zu schlüpfen.
  • Feuer mit Stockbrotbacken: Ein Highlight des Tages war das gemeinsame Lagerfeuer, an dem Stockbrot gebacken wurde. Hier konnten die Kinder lernen, wie man sicher mit Feuer umgeht.
  • Süßigkeiten: Selbstverständlich gab es auch reichlich Süßigkeiten, denn was wäre eine Party ohne Naschereien?

Diese Veranstaltung bot den Kindern nicht nur eine Menge Spaß, sondern auch die Möglichkeit, neue Freunde zu finden und sich in der Gemeinschaft wohlzufühlen.

Vielen Dank an alle, die diese besondere Veranstaltung organisiert haben, und wir freuen uns schon auf weitere gemeinsame Erlebnisse in der Zukunft.

Wir danken allen Helferinnen und Helfern unserer Stiftung, die dazu beigetragen haben, dieses Fest zu einem unvergesslichen Ereignis zu machen, und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Momente in der Zukunft.

IHK-Erntedank-Empfang

IHK-Erntedank-Empfang

Beim Erntedankempfang 2023 der Allgäuer Wirtschaft am 20. Oktober in Wiggensbach trafen Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft auf Einladung der IHK Schwaben im Allgäu zusammen. Eingeladen war auch Wolfgang Groß als Vertreter der Stiftung Nächstenliebe in Aktion.

Reinhold Braun, stellvertretender Präsident der IHK-Schwaben, betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung der Energiewende in Georgia, USA, und forderte politische Unterstützung für die heimische Wirtschaft angesichts der Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage.

Julia Zwicker, die neue Vorsitzende der IHK-Regionalversammlung Kempten-Oberallgäu, und Peter Leo Dobler, der wiedergewählte Vorsitzende der IHK-Regionalversammlung Kaufbeuren-Ostallgäu, betonten ebenfalls die Herausforderungen für die Wirtschaft und versprachen eine starke Stimme der IHK Schwaben. Beide dankten ihren Vorgängern für ihr Engagement.

Professor Stephan A. Jansen, Keyspeaker der Veranstaltung, analysierte den europäischen Wohlstand und betonte die Gleichzeitigkeitswende, die verschiedene Bereiche wie Klima, Energie, Mobilität, Bildung und Geopolitik betrifft. Er hob die Bedeutung von Digitalisierung und KI hervor und betonte die Bedeutung des Meganarrativs Gesundheit. Er wies auf Veränderungen am Arbeitsmarkt und zwischen den Generationen hin.

Der Abend endete mit einem informellen Get-together, bei dem das gemeinsame Engagement und „WIR“ intensiv diskutiert wurde.

Stephan Stracke, MdB zu Besuch

Stephan Stracke, MdB zu Besuch

Anlass des Besuchs des Abgeordneten war das im November anstehende fünfjährige Bestehen des Family Stores. „Das soziale Engagement der Stiftung ‚Nächstenliebe in Aktion‘ ist vorbildgebend“, so Stracke zum Auftakt des Gesprächs. Groß und sein Team unterstützten hier Menschen in allen Lebensphasen und Situationen mit und ohne Migrationshintergrund. Mit dem Family Store und den angeschlossenen Gebäuden und Einrichtungen sei im Stadtteil Neugablonz ein ganz besonderes Zentrum gelebter Integration geschaffen worden.

Groß berichtete, dass ihn im Rahmen einer Reise nach Washington im Jahr 2012 der Besuch eines dortigen Family Stores nachhaltig beeindruckt habe. Der Gedanke an ein solches Secondhand-Kaufhaus in seiner Heimat hatte ihn fortan nicht mehr losgelassen. Als sich 2016 dann die Gelegenheit bot, in der Hüttenstraße in Neugablonz einen ganzen Gebäudekomplex zu erwerben, handelte der Mitbegründer der Hilfsorganisation humedica, dessen Leitung er nach 40jähriger Tätigkeit als Geschäftsführer bei seinem Renteneintritt im Juli 2019 an seinen Nachfolger Johannes Peter übertragen hatte. Er rief die Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ ins Leben, aktivierte sein großes Netzwerk von Helfern, Geldgebern und Stiftern und kaufte die Gebäude. Nach umfangreichen Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen konnte der Family Store im November 2018 seine Pforten öffnen. Geführt wird das Second-Hand-Kaufhaus von Matthias Malzkorn und seiner Ehefrau Sylvia mit einem bewährten Team.

Bis heute ist der Family Store dem klaren Konzept treu geblieben, das Wolfgang Groß einst in Washington so begeistert hatte: Waren werden hier ausnahmslos gereinigt, voll funktionsfähig und sehr ansprechend präsentiert. Der Kunde soll ein echtes Einkaufserlebnis spüren und weniger das Gefühl haben, in einem Gebrauchtwarenmarkt zu sein. Die Preise sind moderat. Zur Idee, Menschen mit wenig Geld günstige Waren anbieten zu können, kommt der Gedanke der Nachhaltigkeit. „Immer noch wird in unserer Gesellschaft viel zu viel weggeworfen. Wir geben Gebrauchtwaren eine zweite Chance und sparen damit Müll, schonen Ressourcen und tun aktiv etwas für den Klimaschutz“, erklärt Wolfgang Groß im Gespräch mit den Abgeordneten. Zugleich schaffe die Stiftung als Träger des Stores auch Arbeitsplätze, denn die Aufbereitung, Präsentation und schließlich der Verkauf der Waren gehe nur mit einem entsprechenden Team. Hinter den Kulissen des Kaufhauses gibt es eine eigene Wäscherei, große wohlsortierte Lagerräume und Werkstätten.

In den fünf Jahren seines Bestehens hat sich der Erfolg des Family Stores verselbständigt. Trotz der derzeitigen spürbaren Einbußen beim Umsatz durch die Bauarbeiten an der Hüttenstraße trage sich das Kaufhaus nach wie vor selbst, teilte Groß mit.

Im Store selbst vervollständigen ein Bistro, eine Lese- sowie eine Spiel-Ecke das Einkaufserlebnis. Der Erlös aus dem Store finanziert eine Vielzahl an sozialen Projekten, die bei Groß und seinem Team „Herzensaktionen“ heißen. Darunter ein Seniorenfrühstück am Samstag, Bastel- und Handarbeitstreffen oder auch der Stammtisch „Wir sprechen deutsch“ für Menschen mit Migrationshintergrund. Auch Kinder mit Förderbedarf bekommen hier Hilfe beim Lernen. Im dreistöckigen Nebengebäude der Stiftung sind momentan rund 120 Schülerinnen und Schüler der Gustav-Leutelt-Schule untergebracht, deren Schulgebäude aktuell saniert werden. Eine Studentin der Uni Augsburg wurde von der Stiftung gerade für ein Jahr auf Minijob-Basis angestellt. Sie recherchiert hier für ihre Bachelor-Arbeit zum Leerstandsmanagement im Stadtgebiet von Kaufbeuren und im Stadtteil Neugablonz. Auf ihren Arbeitsergebnissen soll die Stadt Kaufbeuren später aufbauen können. Auch dies eine Idee des umtriebigen Stiftungsgründers Groß.

Stracke zeigte sich zum Abschluss des Rundgangs durch den Family Store, die Lager und weiteren Gebäude der Stiftung beeindruckt. „Die Angebote der Stiftung sind vielfältig und vielseitig und werden zusammengehalten vom Kitt gelebter Nächstenliebe des gesamten Teams an haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Im Family Store wird Nachhaltigkeit großgeschrieben. Das ist großartig für uns, die Umwelt und das Klima. Was die die Stiftung ‚Nächstenliebe in Aktion‘ hier auf die Beine gestellt hat, ist wegweisend“, lobte der Abgeordnete. Wolfgang Groß sei bereits als Mitbegründer von humedica stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen und habe tatkräftig geholfen ohne viel Aufhebens zu machen. Dieses großartige Engagement setze er nun in seiner Heimatstadt genau da fort, wo es benötigt werde. Stracke wünschte dem Family Store anlässlich des fünfjährigen Bestehens alles Gute und eine weitere lange und erfolgreiche Zukunft.

Bildunterschrift:
Schon bei humedica arbeiteten Wolfgang Groß und sein Bruder Dieter (links) Hand in Hand. Dies führen sie nun auch beim Family Store und den sozialen Aktivitäten der Stiftung ‚Nächstenliebe in Aktion‘ so fort. Der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke war zu Gast im Store und zeigte sich beeindruckt.