ARCHIV

Der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“

Family Store länger geöffnet

Unsere Stiftung reagiert auf steigende Kundenzahlen und Besucherwünsche

Gute Nachrichten für alle Besucherinnen und Besucher unseres Family Stores: Seit dem 1. Oktober 2026 haben wir unsere Öffnungszeiten deutlich erweitert.

Von Montag bis Freitag sind wir jetzt durchgehend von 10:00 bis 18:00 Uhr für Sie da. Die bisherige Mittagspause von 12:00 bis 14:00 Uhr entfällt. Damit möchten wir besonders auch Menschen die Möglichkeit geben, ihre Mittagspause für einen Besuch oder Einkauf bei uns zu nutzen.

Auch am Samstag haben wir länger geöffnet: von 10:00 bis 16:00 Uhr statt wie bisher nur bis 14:00 Uhr.

Der Grund dafür freut uns sehr: Immer mehr Menschen besuchen unseren Family Store. Gleichzeitig haben wir festgestellt, dass viele Kundinnen und Kunden gerne auch über die Mittagszeit oder am Samstagnachmittag bei uns einkaufen möchten. Diesem Wunsch kommen wir gerne nach.

Mehr als nur Secondhand

Unser Family Store ist für uns weit mehr als ein Secondhand-Kaufhaus. Natürlich finden Sie bei uns eine große Auswahl an gut erhaltenen Waren zu günstigen Preisen. Dinge, die andere nicht mehr benötigen, bekommen bei uns eine zweite Chance. Das schont Ressourcen, vermeidet Abfall und ermöglicht gleichzeitig preisbewusstes Einkaufen.

Genauso wichtig ist uns aber die Begegnung zwischen Menschen.

Deshalb gehört zu unserem Family Store auch ein gemütliches Bistro. Hier können Sie sich während oder nach dem Einkauf ausruhen, bei einer Tasse Kaffee oder Tee miteinander ins Gespräch kommen oder auch gemeinsam eine Runde spielen.

Bei uns darf man also nicht nur einkaufen – man darf auch einfach ein wenig bleiben.

Lebensmittel retten statt wegwerfen

Besonders wichtig ist uns außerdem unsere Zusammenarbeit mit der Foodsharing-Gruppe Kaufbeuren.

Über Foodsharing erhalten wir regelmäßig noch einwandfreie Lebensmittel, die andernfalls möglicherweise vernichtet würden. Diese können in unserem Family Store kostenlos mitgenommen werden.

Damit möchten wir gemeinsam einen kleinen, aber wichtigen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung leisten. Denn Lebensmittel sind wertvoll – und viel zu schade für die Mülltonne.

Unsere neuen Öffnungszeiten

Montag bis Freitag:
10:00 bis 18:00 Uhr – durchgehend

Samstag:
10:00 bis 16:00 Uhr

Wir freuen uns, dass der Family Store von immer mehr Menschen angenommen wird, und laden herzlich ein: Kommen Sie vorbei, stöbern Sie in Ruhe, trinken Sie eine Tasse Kaffee und nehmen Sie sich Zeit für Begegnung.

Suchtprävention, die bewegt

Mein Besuch im Revolution Train in Buchloe

Auf Einladung von Helmuth Geppert, dem derzeitigen Präsidenten des Rotary Clubs Buchloe, hatte ich am 24. September die Gelegenheit, den REVOLUTION TRAIN am Bahnhof in Buchloe zu besuchen. Was ich dort erlebt habe, hat mich nachhaltig beeindruckt – so sehr, dass ich bereits am folgenden Tag noch einmal nach Buchloe gefahren bin und einen eritreischen Teenager mitgenommen habe, den wir im Rahmen unserer Arbeit bei der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ begleiten.

Ein außergewöhnlicher Zugang zu einem schwierigen Thema

Ich gebe zu: Auch ich war zunächst gespannt, was mich in einem „Drogenpräventionszug“ erwarten würde. Nach rund eineinhalb Stunden war für mich klar: Hier wurde ein außergewöhnlicher Weg gefunden, jungen Menschen die Gefahren von Drogen und Sucht nahezubringen – ohne erhobenen Zeigefinger und ohne ihnen lediglich zu sagen: „Das darfst du nicht!“

Der REVOLUTION TRAIN ist ein Projekt der primären Drogenprävention. Besonders angesprochen werden Kinder und Jugendliche. Ziel ist es, sie möglichst früh zu erreichen – idealerweise bevor sie überhaupt erstmals mit Drogen oder anderen Suchtmitteln in Berührung kommen. Sie sollen informiert und zum Nachdenken angeregt werden und ihre eigene Haltung entwickeln, bevor sie irgendwann vor einer konkreten Entscheidung stehen.

Genau dieser Gedanke hat mich überzeugt.

Sechs Waggons – und plötzlich ist man mitten in der Geschichte

Der REVOLUTION TRAIN ist kein gewöhnlicher Informationsstand und auch keine klassische Ausstellung. Der 165 Meter lange und rund 300 Tonnen schwere Zug besteht aus sechs Waggons. Vier davon wurden zu multimedialen Kino- und Erlebnisräumen umgebaut. Dazu

Die Besucher verfolgen die Geschichte junger Menschen und erleben unmittelbar, wie Entscheidungen getroffen werden – und welche Konsequenzen daraus entstehen können.

Filmsequenzen wechseln mit realitätsnah gestalteten Kulissen. Man sieht nicht nur einen Unfall auf der Leinwand, sondern steht anschließend gewissermaßen mitten in der Situation. Die Besucher werden in Gespräche und Entscheidungsprozesse einbezogen und müssen sich selbst fragen: Wie hätte ich mich entschieden? Was hätte ich an dieser Stelle getan?

Gerade diese Verbindung von Sehen, Hören, Erleben und eigener Beteiligung macht das Konzept so eindrucksvoll.

Sucht verändert nicht nur das Leben eines Menschen

Besonders nachdenklich gemacht hat mich, wie deutlich im REVOLUTION TRAIN die Entwicklung einer Suchtkarriere dargestellt wird.

Am Anfang stehen Entscheidungen, die vielleicht noch harmlos erscheinen. Doch Schritt für Schritt wird sichtbar, welche Folgen daraus entstehen können. Es geht um Freundschaften und Gruppendruck, um Familie, Gesundheit, Schule und Beruf, um Straftaten und letztlich um die Frage, welche Richtung ein ganzes Leben nehmen kann.

Dabei bleibt der Besucher nicht mit dem Eindruck zurück, dass eine Suchtkarriere zwangsläufig sein muss. Ganz bewusst werden auch junge Menschen gezeigt, die Drogen ablehnen oder sich kritisch damit auseinandersetzen. Die Werte einer gesunden Lebensweise und die Fähigkeit, selbstbewusst eine eigene Entscheidung zu treffen, spielen eine zentrale Rolle.

Warum ich am nächsten Tag noch einmal nach Buchloe gefahren bin

Mein erster Besuch hat mich so beschäftigt, dass ich spontan entschieden habe, am nächsten Tag noch einmal nach Buchloe zu fahren.

Diesmal nahm ich einen eritreischen Teenager mit, den wir kennen und begleiten.

Denn ich bin der Meinung, dass wir mit unseren Kindern und Jugendlichen noch viel zu wenig über Suchtmittel und vor allem über deren Auswirkungen auf das gesamte Leben sprechen.

Dabei sollte es nicht nur um illegale Drogen gehen. Junge Menschen werden heute mit Alkohol, Nikotin und anderen Suchtmitteln konfrontiert und stehen zugleich unter vielfältigen sozialen Einflüssen. Entscheidend ist deshalb, ihnen nicht erst dann Unterstützung anzubieten, wenn bereits eine Abhängigkeit entstanden ist.

Prävention muss vorher beginnen.

Jugendliche stark machen, „Nein“ zu sagen

Was mir am Konzept des REVOLUTION TRAIN besonders gefällt, ist deshalb der Gedanke der Lebenskompetenz.

Ein Jugendlicher soll nicht auf Drogen verzichten, nur weil Erwachsene ihm sagen, dass Drogen gefährlich sind. Er soll möglichst selbst verstehen, welche Konsequenzen eine Entscheidung haben kann – und genügend Selbstvertrauen entwickeln, auch dann „Nein“ zu sagen, wenn andere in der Gruppe „Ja“ sagen.

In den Unterlagen des Projekts wird dieses Ziel sehr treffend beschrieben: Junge Menschen sollen eine gesundheitsbewusste Denkweise entwickeln, persönliche Freiheit und Eigenverantwortung erkennen und auf schwierige Schlüsselsituationen vorbereitet werden.

Das halte ich für einen entscheidenden Ansatz.

Mit dem Zug ist die Prävention nicht zu Ende

Beeindruckt hat mich auch, dass der REVOLUTION TRAIN nicht als isoliertes Ereignis verstanden wird.

Pädagogische Fachkräfte werden einbezogen, das Thema kann in den Schulen vor- und nachbereitet werden und es gibt ein eigenes Folgeprogramm. Einige Wochen nach dem Besuch wird die im Zug erlebte Geschichte noch einmal aufgegriffen – diesmal unter anderem aus rechtlicher Perspektive. Dabei geht es beispielsweise um persönliche Verantwortung und Sicherheit, Erste Hilfe, Straftaten und Ordnungswidrigkeiten sowie um Entscheidungen in Krisensituationen.

Auch Eltern spielen eine wichtige Rolle. Das gemeinsame Erlebnis soll helfen, innerhalb der Familie eine Gesprächsgrundlage über Sucht und Suchtmittel zu schaffen. Eltern erhalten zudem Informationen darüber, wie Schutzfaktoren in der Familie gestärkt und mögliche Probleme frühzeitig erkannt werden können.

Prävention braucht ein Netzwerk

Dass der REVOLUTION TRAIN überhaupt nach Buchloe gekommen ist, ist dem Engagement vieler Menschen zu verdanken. Besonders möchte ich an dieser Stelle Helmuth Geppert und dem Rotary Club Buchloe danken.

Ich habe mich sehr über seine persönliche Einladung gefreut. Noch mehr freue ich mich darüber, dass Verantwortliche vor Ort bereit sind, Zeit, Kraft und auch finanzielle Mittel in die Prävention zu investieren.

Denn genau das braucht es: Menschen, die nicht erst reagieren, wenn ein junger Mensch bereits abhängig geworden ist, sondern vorher handeln.

Auch das Konzept von REVOLUTION TRAIN setzt ausdrücklich auf die Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendämtern, Kommunen und örtlichen Präventionseinrichtungen. Lokale Fachkräfte werden geschult und miteinander vernetzt, damit etwas bleibt, wenn der Zug längst weitergefahren ist.

Ein Erlebnis, das mich nicht so schnell loslassen wird

Nach meinen beiden Besuchen in Buchloe bin ich mehr denn je davon überzeugt: Wir müssen früher, offener und verständlicher über Sucht sprechen.

Nicht mit Angst. Nicht mit Verurteilung. Und möglichst auch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger.

Wir müssen jungen Menschen vielmehr helfen zu verstehen, dass ihre Entscheidungen Konsequenzen haben – und gleichzeitig vermitteln, dass ihr Leben wertvoll ist, dass sie eine Zukunft haben und dass es sich lohnt, Verantwortung für dieses Leben zu übernehmen.

Genau deshalb hat mich der REVOLUTION TRAIN so begeistert.

Ich würde mir wünschen, dass noch viel mehr Schülerinnen und Schüler, Jugendgruppen, Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Verantwortliche in der Kinder- und Jugendarbeit dieses außergewöhnliche Präventionsprojekt kennenlernen können.

Denn vielleicht ist eine der wichtigsten Botschaften, die wir einem jungen Menschen mitgeben können, ganz einfach:

Du hast die Freiheit, dich zu entscheiden.
Du darfst Nein sagen.
Und dein Leben ist es wert, geschützt zu werden.

Wolfgang Groß
Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“


https://www.revolutiontrain.de/

Lebensmittel nicht verschwenden

Elf Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr

Noch immer werden in Deutschland jedes Jahr rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Nach Angaben eines aktuellen Zeitungsberichts entsteht der größte Teil dieser Abfälle nicht im Handel, sondern in privaten Haushalten: Rund 58 Prozent – etwa 6,3 Millionen Tonnen – entfallen auf Verbraucherinnen und Verbraucher. Besonders häufig landen Obst, Gemüse, Brot und andere noch genießbare Lebensmittel im Müll.

Obwohl bereits 2019 eine nationale Strategie zur Verringerung der Lebensmittelverschwendung beschlossen wurde, konnten die Abfallmengen bisher kaum gesenkt werden. Das Ziel, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren, ist deshalb nur zu erreichen, wenn Politik, Handel, Gastronomie und private Haushalte gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Andere Länder zeigen, was möglich ist

Ein Blick nach Frankreich macht deutlich, dass erhebliche Fortschritte möglich sind. Dort ist der Handel bereits seit 2016 verpflichtet, überschüssige Lebensmittel an gemeinnützige Einrichtungen weiterzugeben. Gleichzeitig erhalten die spendenden Unternehmen steuerliche Vorteile. Auf diese Weise können Lebensmittel gerettet und an Menschen weitergegeben werden, die Unterstützung benötigen.

Während in Frankreich die jährliche Menge an Lebensmittelabfällen innerhalb von zehn Jahren von 108 auf 58 Kilogramm pro Person gesunken ist, liegt sie in Deutschland weiterhin bei rund 75 Kilogramm. Das zeigt: Freiwilliges Engagement ist wertvoll, braucht aber verlässliche Strukturen und möglichst viele Menschen, die sich daran beteiligen.

Unser Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung

Die Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ setzt sich bereits seit mehreren Jahren aktiv gegen die Verschwendung von Lebensmitteln ein. In Zusammenarbeit mit den ehrenamtlich engagierten Lebensmittelretterinnen und Lebensmittelrettern der foodsharing-Gruppe Kaufbeuren erhalten wir regelmäßig Lebensmittel, die im Handel nicht mehr verkauft werden können, aber noch einwandfrei und genießbar sind.

Diese Waren werden in unserem Family Store in Neugablonz kostenlos angeboten. Dafür stehen zwei Kühlschränke sowie ein Regal zur Verfügung. Je nachdem, welche Lebensmittel gerettet werden konnten, finden sich dort beispielsweise Obst und Gemüse, Brot und Backwaren, Milchprodukte oder andere Waren des täglichen Bedarfs.

Was andernfalls möglicherweise vernichtet würde, kann auf diese Weise noch sinnvoll verwendet werden und Menschen zugutekommen. Gleichzeitig möchten wir das Bewusstsein dafür stärken, dass Lebensmittel kostbar sind und nicht selbstverständlich im Müll landen dürfen.

Lebensmittelrettung verbindet ökologische und soziale Verantwortung

Unser Lebensmittelangebot ist mehr als eine praktische Hilfe. Es verbindet den verantwortungsvollen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen mit gelebter Nächstenliebe. Lebensmittel werden vor der Vernichtung bewahrt, Menschen werden entlastet und zugleich entstehen im Family Store Begegnungen und persönliche Gespräche.

Für uns bedeutet der Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung deshalb:

  • wertvolle Lebensmittel retten,
  • Menschen ganz praktisch unterstützen,
  • Ressourcen und Umwelt schonen,
  • Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Konsum schaffen und
  • Nächstenliebe im Alltag sichtbar werden lassen.

Wir danken allen Lebensmittelmärkten, Bäckereien, Betrieben sowie den engagierten Helferinnen und Helfern von foodsharing  die diese wichtige Arbeit ermöglichen. Ihr Einsatz zeigt, dass jeder gerettete Laib Brot, jedes Stück Obst und jedes weitergegebene Lebensmittel einen Unterschied machen kann.

Jeder kann mithelfen

Auch im eigenen Haushalt lässt sich Lebensmittelverschwendung vermeiden: durch einen bewussten Einkauf, kleinere Mengen, die richtige Lagerung und einen kreativen Umgang mit Resten. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist zudem kein automatisches Wegwerfdatum. Viele Produkte sind auch danach noch einwandfrei genießbar.

Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass weniger Lebensmittel vernichtet werden und das, was noch gut ist, dort ankommt, wo es gebraucht wird. Denn Lebensmittel sind wertvoll – und viel zu schade für den Müll.

Mit Vollgas ins Ferienfinale

Ein aufregender Nachmittag in der Karthalle Kaufbeuren

Zum Abschluss der Sommerferien wartete auf einige der von der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ begleiteten Kinder noch einmal ein ganz besonderes Erlebnis: Gemeinsam ging es in die Karthalle Kaufbeuren. Nach vielen schönen Unternehmungen mit Familien und unseren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den vergangenen Wochen war dieser Besuch ein spannender und ausgesprochen fröhlicher Schlusspunkt der Ferienzeit.

Nicht alle Kinder konnten teilnehmen

Gerne hätten wir noch mehr Kinder mitgenommen. Für das Fahren der Karts ist aus Sicherheitsgründen jedoch eine Körpergröße von mindestens 1,40 Metern erforderlich. Deshalb konnten einige der jüngeren Kinder dieses Mal leider noch nicht dabei sein. Teilgenommen haben sechs Kinder aus eritreischen Flüchtlingsfamilien, darunter zwei Mädchen, sowie ein ukrainischer Junge.

An diesem Nachmittag spielte die unterschiedliche Herkunft der Kinder keine Rolle. Entscheidend waren die gemeinsame Freude, das neue Erlebnis und die Begeisterung darüber, selbst fahren zu dürfen. Gerade solche Unternehmungen zeigen immer wieder, wie unkompliziert Begegnung entstehen kann: beim gemeinsamen Lachen, beim gegenseitigen Anfeuern und natürlich bei der Frage, wer die Kurven besonders geschickt gemeistert hat.

Alle Ferienpass-Gutscheine durften für die Kinder genutzt werden

Möglich wurde der Besuch durch Gutscheine aus den Sommerferienpässen. Insgesamt standen uns 20 Gutscheine für die Karthalle zur Verfügung. Da wegen der vorgeschriebenen Mindestgröße weniger Kinder teilnehmen konnten als ursprünglich gedacht, wären ein Teil der Gutscheine ansonsten ungenutzt geblieben.

Umso mehr haben wir uns über das unkomplizierte Entgegenkommen von Herrn Josef Scheibel, den Inhaber der Karthalle, gefreut. Auf unsere Anfrage hin durften wir alle vorhandenen Gutscheine für die teilnehmenden Kinder einsetzen. Dadurch konnten die Kinder mehrfach fahren und das besondere Erlebnis noch intensiver genießen. Nach der ersten Fahrt war die Begeisterung ohnehin so groß, dass die Aussicht auf eine weitere Runde natürlich für strahlende Gesichter sorgte.

Dafür sagen wir Herrn Scheibel von Herzen Danke. Was auf den ersten Blick vielleicht nur wie eine zusätzliche Fahrt auf der Kartbahn erscheint, bedeutet für die Kinder sehr viel. Es sind solche besonderen Momente, die in Erinnerung bleiben und von denen sie anschließend ihren Familien und Freunden erzählen. Wir sind sehr dankbar für Menschen und Unternehmen in unserer Region, die unsere Arbeit auf so unkomplizierte Weise unterstützen und damit ganz konkret dazu beitragen, Kindern Freude und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Gemeinsame Erlebnisse verbinden

Der Besuch der Karthalle war Teil einer ganzen Reihe gemeinsamer Unternehmungen, die wir rund um die Sommerferien mit den von unserer Stiftung begleiteten Familien sowie unseren Ehrenamtlichen durchführen konnten. Unter anderem besuchten wir das Deutsche Museum in München, unternahmen eine Schifffahrt auf dem Forggensee, erlebten gemeinsam das Musical „Cinderella“ im Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen, gingen in der Filmburg Marktoberdorf ins Kino und trafen uns zu einem gemeinsamen Picknick in Hirschzell. Auch nach den Ferien soll es noch eine weitere Unternehmung geben: Geplant ist ein gemeinsamer Ausflug in den Zoo Augsburg.

Hinter diesen Ausflügen steht für uns mehr als reine Freizeitgestaltung. Viele der Familien, die wir begleiten, haben eine Flucht- oder Migrationsgeschichte und mussten in ihrem Leben bereits große Veränderungen bewältigen. Gemeinsame Unternehmungen eröffnen Möglichkeiten, unsere Region kennenzulernen, Neues zu entdecken und ganz selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Gleichzeitig entsteht Zeit für Begegnungen und Gespräche zwischen den Familien, den Kindern und unseren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Integration und ein gutes Miteinander wachsen nicht nur in Sprachkursen, Schulen oder bei Behördenterminen. Sie entstehen auch dort, wo Menschen gemeinsam unterwegs sind, miteinander lachen, sich gegenseitig helfen und schöne Erinnerungen teilen. Genau deshalb sind solche Tage für unsere Arbeit so wertvoll.

Für die sieben jungen Fahrerinnen und Fahrer standen diese großen Gedanken in der Karthalle allerdings verständlicherweise nicht im Mittelpunkt. Für sie zählte vor allem eines: Helm auf, einsteigen, Gas geben und jede Menge Spaß haben. Und genau so durfte ein richtig gelungener Abschluss der Sommerferien aussehen.

80 Jahre Neugablonz

Eine Geschichte von Neubeginn, Zusammenhalt und gelebter Verantwortung

Neugablonz feiert in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen. Für die Stiftung Nächstenliebe in Aktion ist dieses Jubiläum etwas ganz Besonderes, denn Neugablonz ist nicht nur der Sitz unserer Stiftung und unseres Family Centers, sondern seit Jahrzehnten auch ein Ort, an dem soziales und humanitäres Engagement gewachsen ist. Auch die international tätige Hilfsorganisation humedica e. V., die 1979 von Wolfgang und Dieter Groß gegründet wurde, hat hier ihre Wurzeln und bis heute ihren Sitz.

Die Geschichte Neugablonz‘ begann 1946 unter denkbar schwierigen Voraussetzungen. Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat im damaligen Gablonz an der Neiße und im Isergebirge vertrieben worden waren, fanden in Kaufbeuren eine neue Heimat. Mit handwerklichem Können, Unternehmergeist, Fleiß und einem bemerkenswerten Zusammenhalt bauten sie sich eine neue Existenz auf. Aus den schwierigen Anfängen entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte ein lebendiger Stadtteil mit einer weit über die Region hinaus bekannten Schmuck- und Glasindustrie.

Festakt im Gablonzer Haus

Einen Höhepunkt des Jubiläums bildete am Sonntag, 13. September 2026, der Festakt im Gablonzer Haus. Im Mittelpunkt standen die Geschichte des Stadtteils, die Aufbauleistung seiner Gründerinnen und Gründer sowie Versöhnung und europäische Verständigung.

Nach der Europahymne begrüßte Oberbürgermeister Stefan Bosse die Gäste. Grußworte kamen von Petr Beitl aus der Partnerstadt Jablonec nad Nisou/Gablonz an der Neiße, Dr. Martin Posselt vom Gablonzer Archiv und Museum e. V., Petra Laurin vom Haus der tschechisch-deutschen Verständigung und Peter Seibt vom Bundesverband der Gablonzer Industrie. Die Festrede hielt Eric Beißwenger, Bayerischer Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales und Mitglied des Bayerischen Landtags, der unserem Family Center bereits am 29. August 2025 einen Besuch abgestattet hatte, trug sich nach seiner Rede in das Goldene Buch der Stadt Kaufbeuren ein.

Ein wesentlicher Gedanke des Festaktes war nicht nur die Erinnerung an Flucht, Vertreibung und den mühevollen Neubeginn. Ebenso im Mittelpunkt standen Versöhnung, die gewachsene Freundschaft zwischen Deutschen und Tschechen und die Verantwortung, diese Erfahrungen an kommende Generationen weiterzugeben.

Ehrenringträger beim Festakt

Zu den geladenen Gästen gehörte auch Wolfgang Groß, Vorstandsvorsitzender unserer Stiftung und Mitgründer von humedica. Als Träger des Goldenen Ehrenrings der Stadt Kaufbeuren nahm er gemeinsam mit weiteren Ehrenringträgern am Festakt teil.

Zu ihnen gehörten Johann Marschall sowie Rosmarie (Rosi) und Horst Lauerwald. Die Begegnung der Ehrenringträger bei diesem besonderen Jubiläum macht zugleich sichtbar, wie sehr eine Stadt von Menschen lebt, die über viele Jahre Verantwortung übernehmen und sich für andere einsetzen.

Neugablonz – auch für uns ein Ort gelebter Nächstenliebe

Die Geschichte Neugablonz‘ berührt auch die Arbeit unserer Stiftung in besonderer Weise. Der Stadtteil ist selbst aus der Erfahrung von Heimatverlust, Verteibung und einem schwierigen Neubeginn entstanden. Heute leben hier Menschen aus vielen Ländern und Kulturen, darunter zahlreiche Familien, die ebenfalls erfahren haben, was es bedeutet, die Heimat verlassen und an einem neuen Ort beginnen zu müssen.

Genau hier möchte die Stiftung Nächstenliebe in Aktion mit ihrem Family Center und dem Family Store einen Beitrag leisten: Menschen zusammenbringen, praktische Hilfe ermöglichen, Gemeinschaft fördern und dazu beitragen, dass Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialer Situation ein Stück Heimat und Zugehörigkeit erfahren können.

Dankbar für 80 Jahre – und mit Verantwortung für die Zukunft

Das 80-jährige Jubiläum ist deshalb nicht nur ein Anlass, auf eine außergewöhnliche Vergangenheit zurückzublicken. Es stellt zugleich die Frage, wie wir das Miteinander in Neugablonz in Zukunft gestalten wollen.

Mut zum Neubeginn, Fleiß, Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe haben diesen Stadtteil geprägt. Diese Werte bleiben aktuell. Für die Stiftung Nächstenliebe in Aktion sind sie Ansporn, gemeinsam mit vielen haupt- und ehrenamtlich engagierten Menschen weiter daran mitzuwirken, dass Neugablonz ein Ort bleibt, an dem Menschen füreinander da sind.

Wir gratulieren unserem Stadtteil Neugablonz von Herzen zum 80. Geburtstag und sind dankbar, hier unsere Heimat und den Mittelpunkt unserer Arbeit zu haben.

• Bildnachweis Veranstaltungsfoto: Peter Igel, Stadt Kaufbeuren.

Erneuter Kinobesuch in der Filmburg

Ein bekanntes Gesicht auf der großen Leinwand

Ein schöner Ferientag führte am 4. September insgesamt 17 Kinder sowie Betreuerinnen und Betreuer der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ in die Filmburg Marktoberdorf. Im Rahmen des Sommerferienpasses konnten sie dort kostenfrei den Familienfilm „Unheimlich perfekte Freunde“ anschauen. Dabei gab es für viele Kinder auf der Leinwand ein ganz besonderes Wiedersehen.

Eine Geschichte über Freundschaft und den Wunsch, perfekt zu sein

Im Mittelpunkt des Films „Unheimlich perfekte Freunde“ stehen die beiden zehnjährigen Freunde Frido und Emil. Durch ein geheimnisvolles Spiegelkabinett entstehen scheinbar perfekte Doppelgänger der beiden Jungen. Diese können plötzlich all das besonders gut, womit sich die beiden im Alltag und in der Schule schwertun.

Was zunächst wie die perfekte Lösung aussieht, entwickelt sich jedoch bald ganz anders als erwartet. Auf unterhaltsame und fantasievolle Weise beschäftigt sich der Film mit Freundschaft, Leistungsdruck und der Frage, ob wir wirklich immer perfekt sein müssen.

Die Geschichte vermittelt dabei eine schöne Botschaft, die auch gut zu unserer Arbeit mit Kindern passt: Jeder Mensch hat unterschiedliche Begabungen, Stärken und Schwächen – und gerade diese Unterschiede machen uns einzigartig.

„Den kennen wir doch!“

Für einige unserer Kinder hatte der Film noch eine ganz besondere Überraschung zu bieten: Eine der Hauptrollen, den zehnjährigen Frido, spielt Luis Vorbach, der – wie viele der Kinder unserer Gruppe – aus Kaufbeuren stammt.

Und Luis Vorbach war für die Kinder inzwischen kein Unbekannter mehr.

Erst am 4. April 2026 hatten sie ihn nach einer Filmvorführung von „Die Schule der magischen Tiere 4“ persönlich kennenlernen dürfen. Der inzwischen junge Erwachsene nahm sich damals Zeit für die Kinder, beantwortete Fragen und erfüllte natürlich auch ihre Autogrammwünsche.

Umso spannender war es nun, ihn wenige Monate später in „Unheimlich perfekte Freunde“ noch einmal als Kind auf der großen Kinoleinwand zu erleben. Der Film entstand bereits einige Jahre zuvor, als Luis selbst ungefähr im Alter vieler unserer teilnehmenden Kinder war.

Aus dem Schauspieler, den sie kurz zuvor persönlich getroffen hatten, wurde auf der Leinwand plötzlich wieder der junge Frido. Gerade diese Verbindung machte den Kinobesuch für die Kinder zu einem besonderen Erlebnis.

Gemeinsame Erlebnisse verbinden

Solche Ausflüge gehören für unsere Stiftung zu einer wichtigen Ergänzung der alltäglichen Begleitung von Kindern und Familien. Gemeinsam unterwegs zu sein, miteinander zu lachen und etwas Besonderes zu erleben, schafft Gemeinschaft und Erinnerungen, über die oft noch lange gesprochen wird.

Für viele der von uns begleiteten Kinder mit Flucht- und Migrationsgeschichte sind solche Freizeitangebote zudem nicht selbstverständlich. Deshalb freuen wir uns sehr, wenn wir ihnen während der Ferien immer wieder unterschiedliche Erlebnisse ermöglichen können.

Unser herzlicher Dank gilt Monika Schubert und der Filmburg Marktoberdorf, die unserer Gruppe diesen kostenfreien Kinobesuch im Rahmen des Sommerferienpasses ermöglicht haben.

Vielen Dank für einen wunderbaren Kinonachmittag –
und für ein ganz besonderes Wiedersehen mit einem Kaufbeurer auf der großen Leinwand!

Ein Versprechen wird wahr

48 Gäste erleben „Cinderella“ im Festspielhaus Neuschwanstein

Was im vergangenen Jahr mit einer herzlichen Zusage begann, wurde in diesem Sommer Wirklichkeit: Am 22. und 29. August 2026 waren insgesamt 48 von unserer Stiftung begleitete Menschen – Familien mit Migrationsgeschichte sowie ehrenamtliche Helferinnen und Helfer – zu einem kostenlosen Besuch des Familienmusicals „Cinderella“ im Festspielhaus Neuschwanstein eingeladen.

Die Einladung kam erneut von der Geschäftsführerin des Festspielhauses, Birgit Karle. Bereits nach dem gemeinsamen Besuch des Musicals „Der Geist der Weihnacht“ im vergangenen Jahr hatte sie angesichts der großen Begeisterung der Kinder spontan versprochen, die Gruppe im Sommer zu „Cinderella“ wieder einzuladen. Dass dieses Versprechen nun gleich an zwei Terminen eingelöst wurde, hat uns ganz besonders gefreut.

Ein märchenhafter Nachmittag am Forggensee

Schon die besondere Lage des Festspielhauses direkt am Forggensee macht einen Besuch zu einem Erlebnis. Im Theatersaal wartete dann eine märchenhafte Welt auf die Kinder und Erwachsenen: „Cinderella“ erzählt die bekannte Geschichte von Ella, Prinz André und dem verlorenen Schuh als großes Familienmusical. Das Festspielhaus beschreibt die Inszenierung als „magisch – romantisch – faszinierend“. Die Musik stammt von Ephraim Peise, das Buch von Benjamin Sahler.

Mit Musik, Tanz, fantasievollen Kostümen und eindrucksvollen Bühnenbildern nahm die Aufführung unsere Gäste für einige Stunden mit in eine Welt voller Hoffnung, Träume und überraschender Wendungen. Gerade für die Kinder war es bewegend zu erleben, wie aus einer vertrauten Märchengeschichte ein großes Bühnenerlebnis wird.

Kulturelle Teilhabe schafft Heimat

Für unsere Stiftung bedeutet eine solche Einladung jedoch weit mehr als einen schönen Ausflug. Viele der von uns begleiteten Familien haben ihre Heimat verlassen müssen und bauen sich in Deutschland ein neues Leben auf. Neben Sprachförderung, Unterstützung im Alltag und ganz praktischer Hilfe gehört für uns auch gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe zu einem guten Ankommen.

Gemeinsame Erlebnisse können dabei Brücken bauen. Wenn Kinder und Eltern zusammen mit ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleitern staunen, lachen und sich von einer Geschichte berühren lassen, treten Herkunft, Sprachkenntnisse und die Herausforderungen des Alltags für einige Stunden in den Hintergrund. Es entstehen gemeinsame Erinnerungen – und manchmal sind gerade solche Erinnerungen ein wichtiger Teil davon, sich in einer neuen Heimat zuhause zu fühlen.

Ehrenamt, das Menschen verbindet

Dass auch unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer eingeladen waren, freut uns besonders. Ohne Menschen, die Zeit schenken, zuhören, begleiten, erklären, Fahrdienste übernehmen oder Familien im Alltag zur Seite stehen, wäre vieles von dem, was unsere Stiftung tut, nicht möglich. Der Musicalbesuch war deshalb zugleich eine schöne Wertschätzung ihres Engagements.

„Wir sind Birgit Karle und dem gesamten Team des Festspielhauses Neuschwanstein außerordentlich dankbar“, sagt Wolfgang Groß, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“. „48 Menschen zu zwei Vorstellungen einzuladen, ist eine sehr großzügige Geste. Besonders berührt uns, dass aus der spontanen Zusage im vergangenen Jahr ein Versprechen wurde, das nun tatsächlich eingelöst worden ist. Für viele unserer Kinder und Familien sind solche Erlebnisse keineswegs selbstverständlich.“

Ein herzliches Dankeschön

Die beiden Nachmittage am Forggensee werden deshalb sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Unser herzlicher Dank gilt Birgit Karle und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Festspielhauses Neuschwanstein, die diese besonderen Erlebnisse ermöglicht haben.

Weitere Informationen zu „Cinderella – Das Musical“: Festspielhaus Neuschwanstein – Cinderella

Manchmal braucht es eben keinen gläsernen Schuh, damit ein kleines Märchen wahr wird.

Ein Tag voller Gemeinschaft

Picknick auf dem „Eselsplatz“ in Hirschzell“

32 Kinder, Eltern und ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter verbrachten gemeinsam einen wunderschönen Sommertag auf dem Spielplatz Am Geisbichel in Kaufbeuren-Hirschzell. Bei herrlichem Wetter wurde aus einem geplanten Picknick ein langer gemeinsamer Tag mit viel Zeit zum Spielen, Reden, Essen und einfach Zusammensein.

Am 27. August trafen sich die von der Stiftung Nächstenliebe in Aktion begleiteten Familien und einige unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 10 Uhr auf dem Spielplatz Am Geisbichel in Hirschzell, der vielen Kaufbeurern auch als „Eselsplatz“ bekannt ist.

Was zunächst als gemeinsames Picknick für einige Stunden geplant war, entwickelte sich bei bestem Sommerwetter zu einem fröhlichen Beisammensein bis in den späten Nachmittag. Insgesamt nahmen 32 Kinder und Erwachsene teil.

Ein idealer Platz für Kinder und Familien

Für unser gemeinsames Picknick erwies sich der Spielplatz als geradezu ideal. Die weitläufige Anlage bietet nicht nur verschiedene Spielmöglichkeiten für die Kinder, sondern auch eine große Rasenfläche und zahlreiche schattenspendende Bäume. So konnten Picknickdecken ausgebreitet werden, während die Kinder unmittelbar daneben genügend Platz zum Spielen und Toben hatten.

Besonders der große Sandbereich, die Wippen und natürlich die weitläufige Spielanlage wurden ausgiebig genutzt. Während die Kinder immer wieder neue Beschäftigungen fanden, blieb für die Erwachsenen viel Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Essen teilen – und Zeit miteinander teilen

Zu einem solchen Tag gehört natürlich auch ein richtiges Picknick. Auf den Decken wurden die mitgebrachten Speisen und Getränke ausgepackt und miteinander geteilt. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass Gemeinschaft oft gar kein großes Programm braucht.

Ein Platz im Grünen, etwas zu essen, spielende Kinder und Menschen, die sich Zeit füreinander nehmen – manchmal sind es gerade diese unkomplizierten Begegnungen, die besonders wertvoll sind.

Für die Familien, die wir begleiten, sind solche gemeinsamen Unternehmungen deshalb mehr als reine Freizeitangebote. Sie schaffen Gelegenheiten, einander besser kennenzulernen, Beziehungen zu vertiefen und Gemeinschaft zu erleben. Auch unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dabei nicht nur Begleiter, sondern werden ganz selbstverständlich Teil dieser Gemeinschaft.

Ein Tag, der viel zu schnell verging

Dass aus dem Treffen am Vormittag schließlich ein gemeinsamer Tag bis in den späten Nachmittag wurde, spricht eigentlich für sich. Die Kinder hatten ihren Spaß auf dem Spielplatz, die Erwachsenen genossen die entspannte Atmosphäre und immer wieder entstanden neue Gespräche und Begegnungen.

Am Ende blieb vor allem die Freude über einen rundum gelungenen Sommertag – und die Erkenntnis, dass man für schöne gemeinsame Erlebnisse manchmal gar nicht weit fahren muss. Der Eselsplatz in Hirschzell war dafür genau der richtige Ort.

Für uns als Stiftung Nächstenliebe in Aktion gehören solche Begegnungen zu dem, was uns besonders am Herzen liegt: Menschen zusammenzubringen, Gemeinschaft zu ermöglichen und ein Stück gelebte Nächstenliebe im Alltag erfahrbar zu machen.

Sommertage, die verbinden

Familienausflüge an den Forggensee

Am 26. August und am 7. September machte sich unsere Stiftung gemeinsam mit von ihr begleiteten Familien aus unterschiedlichen Herkunftsländern auf den Weg nach Füssen. Ziel war der Forggensee – und zwei Sommertage, an dem Gemeinschaft, Erholung, Natur und viele schöne Begegnungen im Mittelpunkt standen.

Für manche der teilnehmenden Familien sind gemeinsame Ausflüge mit mehreren Kindern finanziell nur schwer zu verwirklichen. Umso wichtiger ist es uns als Stiftung, Möglichkeiten zu schaffen, bei denen Kinder und Eltern für einige Stunden den Alltag hinter sich lassen, Neues entdecken und miteinander unbeschwerte Erinnerungen sammeln können.

Rundfahrt auf dem Forggensee

Ein besonderer Höhepunkt war die gemeinsame Rundfahrt auf dem Forggensee. Vom Schiff aus bot sich den Kindern, Eltern und ehrenamtlichen Begleitpersonen ein eindrucksvoller Blick auf die Allgäuer Bergwelt und die Landschaft rund um Füssen. Die Forggensee-Schifffahrt bietet 2026 täglich vom 1. Juni bis 15. Oktober Rundfahrten an; vom See aus reicht der Blick unter anderem bis Schloss Neuschwanstein.

Unser herzlicher Dank gilt der Forggensee-Schifffahrt für ihr freundliches Entgegenkommen bei den Tickets für die erwachsenen Begleitpersonen. Solche Unterstützungen sind für uns sehr wertvoll, weil sie helfen, gemeinsame Unternehmungen auch für größere Gruppen möglich zu machen.

Abkühlung im Forggensee

Nach der Rundfahrt ging es für die Kinder noch direkt ans Wasser bzw. an einen nahegelegenen Spielplatz. Das erfrischend kühle Nass des Forggensees ist an einem heissen Sommertag genau das Richtige. Es wurde gebadet, geplanscht, gelacht und die gemeinsame Zeit am See genossen. So wurde aus dem Ausflug ein Ferientag voller kleiner und großer Momente, die hoffentlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Ferienpässe öffnen Türen

Ein ganz besonderer Dank geht an die Stadt Kaufbeuren und dort konkret an die Abteilung Gleichstellung und Familie. Sie hat unserer Stiftung auch in diesem Jahr dankenswerterweise wieder Sommer-Ferienpässe für die von uns begleiteten Kinder und Jugendlichen zur Verfügung gestellt.

Der Sommer-Ferienpass 2026 ermöglicht Kindern und Jugendlichen bis 17 Jahren zahlreiche kostenlose Angebote und Vergünstigungen bei mehr als 150 Einrichtungen im gesamten Allgäu. Die Angebote können vom 1. Juli bis 3. Oktober 2026 genutzt werden. Für unsere Stiftung sind diese Ferienpässe eine wertvolle Hilfe: Sie machen es möglich, im Laufe der Sommerferien verschiedene Ausflüge und Unternehmungen mit Kindern und Familien durchzuführen, die sonst nicht immer selbstverständlich wären.

Gemeinschaft wächst durch Begegnung

Viele der von uns begleiteten Familien haben ihre Wurzeln in anderen Ländern und leben heute in Kaufbeuren und Umgebung. Manche mussten ihre Heimat unter schwierigen Umständen verlassen und hier ein neues Leben beginnen. Integration und gesellschaftliche Teilhabe entstehen nach unserer Erfahrung besonders dort, wo Menschen einander begegnen, miteinander sprechen, lachen und etwas gemeinsam erleben.

Genau deshalb sind solche Ferientage für uns mehr als reine Freizeitangebote. Kinder erleben Gemeinschaft und entdecken ihre neue Heimat, Eltern kommen miteinander und mit unseren Ehrenamtlichen ins Gespräch, und aus Begegnungen kann Vertrauen wachsen.

Danke an alle, die solche Tage möglich machen

Wir danken der Abteilung Gleichstellung und Familie der Stadt Kaufbeuren auf diesem Weg nochmals sehr herzlich für die kostenfrei zur Verfügung gestellten Sommer-Ferienpässe, der Forggensee-Schifffahrt für ihr Entgegenkommen bei den Tickets der erwachsenen Begleitpersonen und allen Ehrenamtlichen, die ihre Zeit schenken und solche Ausflüge begleiten.

Für die Stiftung Nächstenliebe in Aktion ist das gelebte Nächstenliebe ganz praktisch: Menschen zusammenbringen, Teilhabe ermöglichen und gemeinsam schöne Erinnerungen schaffen.

Weitere Informationen

Forggensee-Schifffahrt: www.forggensee-schifffahrt.de

Sommer-Ferienpass der Stadt Kaufbeuren: Informationen auf kaufbeuren.de

Mit neuem VW-Bus ins Museum

Ausflug ins Verkehrszentrum des Deutschen Museums

Einen erlebnisreichen Tag in München verbrachten 21 Kinder, Erwachsene und Begleitpersonen unserer Stiftung bei einem gemeinsamen Ausflug am 19. August in das Verkehrszentrum des Deutschen Museums. Mit dabei waren Familien aus Eritrea, Sri Lanka und der Ukraine, die von einigen Mitarbeitern begleitet wurden.

Vor allem die Kinder waren von den zahlreichen historischen und modernen Autos, großen Lokomotiven, Fahrrädern und weiteren Exponaten begeistert. Das Verkehrszentrum vermittelt anschaulich die Geschichte und Entwicklung der Mobilität und macht Technik unmittelbar erlebbar.

„Für viele der von uns begleiteten Familien sind solche Ausflüge keineswegs selbstverständlich“, erklärt Stiftungsvorstand Wolfgang Groß. „Uns ist wichtig, dass gerade Kinder Neues kennenlernen, gemeinsam etwas Schönes erleben und mit anderen Menschen in Kontakt kommen.“

Unsere Stiftung begleitet im Family Center in der Neugablonzer Hüttenstraße bekanntlich Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen. Neben praktischer Unterstützung stehen Begegnung, Integration und gesellschaftliche Teilhabe im Mittelpunkt.

Neue erworbener VW-Bus erstmals im Einsatz

Eine besondere Premiere gab es bei diesem Ausflug: Erstmals kam neben den beiden Caddys der kürzlich angeschaffte VW-Bus mit langem Radstand zum Einsatz. Dadurch konnten deutlich mehr Personen gemeinsam mitfahren.

Finanziert wurde der Bus durch die großzügige Spende einer Münchner Stiftung, die nicht namentlich genannt werden möchte. Er erweitert die Möglichkeiten der sozialen Arbeit erheblich und soll künftig für Aktivitäten mit Kindern und Familien, Angebote für Seniorinnen und Senioren sowie den neuen Kaufbeurer Pfadfinderstamm Royal Rangers eingesetzt werden.

„Wir sind der Münchner Stiftung für diese außergewöhnliche Unterstützung von Herzen dankbar“, betont Groß. „Der Bus ist weit mehr als ein Fahrzeug. Er ermöglicht ganz praktisch Teilhabe und gibt uns die Möglichkeit, Menschen mitzunehmen, die sonst möglicherweise zu Hause bleiben müssten.“

Schon bei seinem ersten größeren Einsatz zeigte sich, welchen Unterschied diese zusätzliche Mobilität macht. Beim gemeinsamen Entdecken und Staunen spielten Herkunft und Sprache für die Kinder schnell kaum noch eine Rolle.

Nach vielen Stunden zwischen Autos, Eisenbahnen und anderen Fahrzeugen kehrte die Gruppe mit zahlreichen neuen Eindrücken nach Kaufbeuren zurück. Für die Kinder war es ein besonderer Ferientag – und für unsere Stiftung ein schönes Beispiel dafür, wie aus einer Spende ganz konkret Mobilität, Begegnung und Teilhabe entstehen können.