ARCHIV

Der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“

Bibelausstellung in Kaufbeuren

Den Weltbestseller entdecken – eine faszinierende Reise durch Geschichte, Glauben und Kultur

Vom 24. bis 31. Oktober 2026 lädt unsere Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ gemeinsam mit vier evangelisch-freikirchlichen Gemeinden zu einer besonderen Bibelausstellung in die „Kirche im alten Kino“ in Kaufbeuren ein. Historische Ausstellungsstücke, spannende Einblicke in die Entstehung der Bibel und eine funktionsfähige Gutenberg-Druckerpresse machen die Geschichte des meistverbreiteten Buches der Welt lebendig. Der Eintritt und alle Führungen sind kostenlos.

Die Bibel ist das meistverbreitete Buch der Welt und hat wie kaum ein anderes Werk die Geschichte, Kultur und Gesellschaft über Jahrhunderte hinweg geprägt. Doch wie ist dieses außergewöhnliche Buch eigentlich entstanden? Wie wurden seine Texte über Jahrtausende überliefert? Und weshalb ist die Bibel bis heute für Milliarden Menschen eine Quelle des Glaubens, der Hoffnung und der Orientierung?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen bietet unsere große Bibelausstellung unter dem Motto „Den Weltbestseller entdecken“, zu der wir vom 24. bis 31. Oktober 2026 in die Kirche im alten Kino, Gartenweg 6 in Kaufbeuren, herzlich einladen.

Unsere Ausstellung richtet sich an Menschen aller Generationen – an Gläubige ebenso wie an alle, die sich für Geschichte, Kultur und die Entstehung eines der bedeutendsten Bücher der Menschheit interessieren. Ganz gleich, ob jemand bereits mit der Bibel vertraut ist oder sich zum ersten Mal mit ihr beschäftigt: Jeder ist herzlich willkommen!

Auf zehn professionell gestalteten Schautafeln und anhand zahlreicher interessanter Ausstellungsstücke können unsere Besucherinnen und Besucher eine spannende Zeitreise von den Anfängen der Schrift über die Entstehung der biblischen Texte bis hin zur digitalen Bibel unserer Zeit unternehmen.

Dabei erfahren sie unter anderem, auf welchen Materialien die Menschen früher schrieben, wie biblische Handschriften vervielfältigt und überliefert wurden und welche Bedeutung die Erfindung des Buchdrucks für die weltweite Verbreitung der Bibel hatte. Anschauliche Darstellungen, historische Exponate und informative Filmbeiträge vermitteln einen lebendigen Eindruck von der außergewöhnlichen Geschichte dieses Buches. Auch die Entstehung der Bibel und die Bedeutung ihrer verschiedenen Bücher werden verständlich erläutert.

Ein besonderer Höhepunkt unserer Ausstellung ist der funktionsfähige Nachbau einer historischen Gutenberg-Druckerpresse. Hier können unsere Gäste erleben, wie mühsam und aufwendig die Herstellung gedruckter Texte vor rund 570 Jahren war. Insbesondere Kinder und Jugendliche dürfen selbst Hand anlegen, einen Bibelvers drucken und diesen als persönliche Erinnerung mit nach Hause nehmen. Damit wird Geschichte nicht nur erzählt, sondern unmittelbar erlebbar.

Ergänzt wird die Ausstellung durch interessante Filmbeiträge und einen Informationsbereich mit ausgewählter Literatur rund um die Bibel.

Nach den erfreulichen Erfahrungen mit unserer letztjährigen Ausstellung „Weltreligionen“, die auf großes Interesse stieß, möchten wir auch in diesem Jahr möglichst vielen Schülerinnen und Schülern einen lebendigen Zugang zu einem bedeutenden Teil unserer Geschichte und Kultur ermöglichen.

Deshalb haben wir die Vormittage vom 26. bis 30. Oktober, jeweils von 9 bis 12 Uhr, ausschließlich für angemeldete Schulklassen reserviert. Besonders eingeladen sind Lehrkräfte der Fächer Religion, Ethik und Geschichte mit ihren Klassen.

Unsere Ausstellung bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Unterricht und lädt dazu ein, historische Zusammenhänge zu entdecken, Fragen zu stellen und sich mit der Bedeutung der Bibel auseinanderzusetzen. Für die anschließende Nachbereitung im Unterricht stellen wir den Lehrkräften außerdem ein eigens vorbereitetes Bibelquiz zur Verfügung.

Schulklassen können sich über unsere Internetseite anmelden:

www.nia-stiftung.org/bibelausstellung⁠

„Die Bibel ist weit mehr als ein historisches Dokument. Für uns Christen ist sie Gottes Wort, das auch heute noch Menschen anspricht, Hoffnung schenkt und Orientierung für das Leben gibt“, erklärt Wolfgang Groß, Vorsitzender unserer Stiftung.

„Mit dieser Ausstellung möchten wir Menschen unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung herzlich einladen, die Bibel neu oder vielleicht zum ersten Mal kennenzulernen. Besonders am Herzen liegt uns, dass auch junge Menschen entdecken können, welchen außergewöhnlichen Einfluss dieses Buch auf unsere Geschichte, unsere Kultur und unser gesellschaftliches Zusammenleben genommen hat. Gleichzeitig möchten wir dazu ermutigen, sich persönlich mit der Botschaft der Bibel auseinanderzusetzen, deren Mittelpunkt die Liebe Gottes zu uns Menschen ist.“

Wir verstehen unsere Ausstellung deshalb nicht nur als einen interessanten Streifzug durch die Geschichte, sondern auch als Einladung, sich mit den großen Fragen des menschlichen Lebens zu beschäftigen.

Was gibt unserem Leben Sinn und Orientierung? Was bedeuten Nächstenliebe, Vergebung und Hoffnung? Und weshalb hat die Botschaft von Jesus Christus bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren?

Mit unserer Ausstellung möchten wir zum Nachdenken anregen, neue Perspektiven eröffnen und Menschen unterschiedlicher Überzeugungen miteinander ins Gespräch bringen.

Besonders freuen wir uns darüber, dass Johannes Singhammer, ehemaliger Vizepräsident des Deutschen Bundestages, erneut die Schirmherrschaft übernommen hat. Bereits im vergangenen Jahr hatte er unsere Ausstellung „Weltreligionen“ als Schirmherr begleitet. Wir sind ihm sehr dankbar für seine erneute Unterstützung und seine persönliche Verbundenheit mit unserer Arbeit.

Auch bei der diesjährigen Bibelausstellung wird Johannes Singhammer persönlich anwesend sein und an der feierlichen Eröffnungsveranstaltung teilnehmen, die am Freitag, 23. Oktober, um 19 Uhr im Rahmen einer Vernissage für geladene Gäste stattfindet.

Für die Öffentlichkeit ist unsere Bibelausstellung vom 24. bis 31. Oktober 2026 geöffnet. Die regulären Besuchszeiten sind sonntags bis freitags jeweils von 14 bis 19 Uhr sowie samstags von 10 bis 19 Uhr.

Der Besuch der Ausstellung einschließlich der angebotenen Führungen ist kostenlos. Eine Anmeldung ist für Einzelbesucher und Familien nicht erforderlich.

Wir freuen uns auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher aus Kaufbeuren und der gesamten Region!

Ganz besonders würden wir uns freuen, wenn Familien mit ihren Kindern, Jugendliche, Schulklassen und Menschen aller Generationen die Gelegenheit nutzen, gemeinsam auf Entdeckungsreise zu gehen.

Vielleicht wird der Besuch unserer Bibelausstellung für den einen oder anderen sogar zu einer ganz persönlichen Begegnung mit einem Buch, das seit Jahrtausenden Menschen bewegt, Trost schenkt und Hoffnung vermittelt.

Seien Sie herzlich willkommen – entdecken Sie mit uns den Weltbestseller Bibel!


Bibelausstellung – alle Informationen auf einen Blick

📖 Veranstaltung: Bibelausstellung – Den Weltbestseller entdecken

📅 Zeitraum: 24. bis 31. Oktober 2026

📍 Veranstaltungsort:
Kirche im alten Kino
Gartenweg 6, 87600 Kaufbeuren
(Hinter dem Stadtsaal)

🕒 Öffnungszeiten:
Sonntag bis Freitag: 14:00–19:00 Uhr
Samstag: 10:00–19:00 Uhr

🏫 Sonderöffnungszeiten für Schulklassen:
26. bis 30. Oktober 2026
Jeweils 9:00–12:00 Uhr
(Nur nach vorheriger Anmeldung)

🎟️ Eintritt und Führungen kostenlos!

🌐 Weitere Informationen und Anmeldung für Schulklassen:
www.nia-stiftung.org/bibelausstellung⁠

Veranstalter:
Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“, Kaufbeuren, gemeinsam mit vier evangelisch-freikirchlichen Gemeinden.

Schirmherr:
Johannes Singhammer, Bundestagsvizepräsident a. D.

Royal Rangers begeistern!

36 Kinder erleben Abenteuer, Gemeinschaft und gelebte Integration

Mit einem Lagerfeuer, Stockbrotbacken, Spielen und jeder Menge Spaß startete am Freitag, 9. Oktober, erneut die Royal Ranger Arbeit in Neugablonz. Gleich zum ersten Gruppennachmittag kamen 36 Kinder – eine Teilnehmerzahl, die alle Erwartungen übertraf.

Ein Nachmittag voller Freude und neuer Freundschaften

Auf der großen Gemeindewiese der Immanuel Gemeinde herrschte ausgelassene Stimmung sodass die Kinder einen abwechslungsreichen Nachmittag verbringen konnten und dabei neue Freundschaften schlossen. Auch die anwesenden Eltern zeigten sich begeistert und dankbar für das große Engagement des ehrenamtlichen Leiterteams, das das Programm mit viel Liebe und Kreativität vorbereitet hatte.

Gelebte Integration: Gemeinschaft kennt keine Grenzen

Besonders erfreulich zu sehen war die internationale Zusammensetzung der Gruppe: Etwa die Hälfte der Kinder stammte aus afrikanischen Familien. Damit wurde bereits beim ersten Treffen deutlich, welch wertvollen Beitrag die Royal Rangers zur Begegnung und Integration leisten können.

„Wir sind überwältigt, dass gleich zu unserem ersten Treffen 36 Kinder gekommen sind. Besonders schön war es, zu erleben, wie selbstverständlich Kinder unterschiedlicher Herkunft miteinander gespielt und gelacht haben. Wir wünschen uns, dass unser Stamm ein Ort wird, an dem sich jedes Kind willkommen und wertgeschätzt fühlt“, freut sich die angehende Stammleiterin Rebecca Groß.

Christliche Werte, spannende Abenteuer und echte Gemeinschaft

Die Royal Rangers sind eine internationale christliche Pfadfinderarbeit, bei der Naturerlebnisse, Abenteuer, Gemeinschaft und die persönliche Entwicklung der Kinder im Mittelpunkt stehen. Neben praktischen Fähigkeiten und einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur werden christliche Werte wie Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft, Respekt und Zusammenhalt vermittelt.

Auch Stefan Ostrowski, Teil des Leitungsteams, blickt voller Zuversicht auf die kommenden Wochen: „Unser Ziel ist es, Kindern echte Gemeinschaft und spannende Abenteuer zu ermöglichen. Sie sollen Freundschaften schließen, Selbstvertrauen entwickeln und lernen, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Der großartige Zuspruch beim ersten Treffen ist für unser gesamtes Leiterteam eine wunderbare Ermutigung.“

Ein wertvolles Angebot für Kinder unterschiedlicher Herkunft

Mit den Royal-Ranger-Treffen entsteht ein weiteres wertvolles Freizeitangebot für Kinder unterschiedlicher Herkunft. Die Initiative verbindet christliche Kinder- und Jugendarbeit mit gelebter Integration und wird daher u.a. auch gerne von der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ unterstützt.

Mitmachen und Abenteuer erleben – neue Kinder sind herzlich willkommen!

Interessierte Kinder und ihre Eltern sind herzlich eingeladen, die Royal Rangers kennenzulernen und bei einem der kommenden Gruppennachmittage dabei zu sein.

Treffpunkt: Freitags (außer in den Ferien) von 16:00 – 18:00 Uhr an der Immanuel Gemeinde Kaufbeuren (Dessestraße 5, 87600 Kaufbeuren)

Für weitere Informationen können Sie sich auch an rr248@immanuel-kf.de wenden

Weihnachten schenkt Hoffung

Weihnachtsmarkt eröffnet – mit 10 % Jubiläumsrabatt im Oktober

Weihnachten ist zwar noch einige Wochen entfernt, doch im Family Store der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ in Kaufbeuren-Neugablonz ist bereits festliche Stimmung eingekehrt. Funkelnde Sterne, schöner Christbaumschmuck, liebevolle Dekorationen und zahlreiche Geschenkideen verwandeln einen Teil unseres Secondhand-Kaufhauses in einen kleinen Weihnachtsmarkt.

Mit viel Liebe und Engagement haben unsere Mitarbeitenden und ehrenamtlichen Helfer eine große Auswahl an weihnachtlichen Artikeln zusammengestellt, die schon jetzt zum Stöbern und Entdecken einladen.

„Wir haben unseren Weihnachtsmarkt bewusst frühzeitig eröffnet, damit unsere Kundinnen und Kunden genügend Zeit haben, schöne Dekorationen und kleine Geschenke auszusuchen“, erklärt Matthias Malzkorn, Geschäftsleiter des Family Store. „Schließlich sollte die Adventszeit nicht von Hektik und Einkaufsstress geprägt sein, sondern von Vorfreude, Besinnung und Begegnung.“

Weihnachten ist mehr als Geschenke

Bei aller Freude über festlichen Schmuck und liebevoll ausgesuchte Geschenke möchten wir auch an den eigentlichen Grund des Weihnachtsfestes erinnern: die Geburt Jesu Christi.

„An Weihnachten feiern wir, dass Gott uns in Jesus Christus seine Liebe geschenkt hat. Dieses Geschenk ist unendlich viel wertvoller als alles, was wir kaufen können“, betont Stiftungsvorsitzender Wolfgang Groß. „Jesus kam in unsere Welt, um uns Hoffnung, Frieden und Gottes Liebe zu bringen. Gerade in einer Zeit voller Sorgen und Unsicherheiten ist diese Botschaft wichtiger denn je.“

Diese christliche Botschaft prägt auch die tägliche Arbeit unserer Stiftung: Menschen mit Liebe und Wertschätzung begegnen, praktische Hilfe leisten und Hoffnung weitergeben.

Weihnachtsfreude mit 10 % Jubiläumsrabatt

Unser Weihnachtsmarkt bietet eine große Auswahl gut erhaltener, gespendeter Weihnachtsartikel zu besonders günstigen Preisen. So verbinden wir die Freude am Schenken mit Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung.

Und im Oktober lohnt sich ein Besuch ganz besonders: Anlässlich unseres zehnjährigen Stiftungsjubiläums erhalten alle Kundinnen und Kunden 10 % Rabatt auf ihren gesamten Einkauf – selbstverständlich auch auf alle Weihnachtsartikel!

Mit jedem Einkauf unterstützen unsere Besucher zugleich die vielfältige soziale Arbeit unserer Stiftung.

Herzliche Einladung zum Stöbern und Entdecken

Wir laden alle herzlich ein, unseren Weihnachtsmarkt zu besuchen, schöne Dinge zu entdecken und sich schon jetzt auf das Weihnachtsfest einzustimmen.

Dabei wünschen wir uns, dass unsere Besucher nicht nur etwas Schönes für ihr Zuhause finden, sondern auch einen Gedanken mitnehmen, der weit über Weihnachten hinausreicht:

Das größte Geschenk zu Weihnachten liegt nicht unter dem Weihnachtsbaum, sondern in der Krippe von Bethlehem: Jesus Christus, Gottes Geschenk der Liebe an uns Menschen.

Diese Liebe möchten wir durch unsere Arbeit jeden Tag ein Stück weit sichtbar und erlebbar machen.

Royal Rangers reaktiviert

Der Royal Rangers Pfadfinderstamm 248 startet neu am 9. Oktober

Nach einer langen Pause wird der Royal-Rangers-Pfadfinderstamm 248 in Neugablonz wieder aktiv. Interessierte Eltern sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit ihren Kindern vorbeizukommen und die christliche Pfadfinderarbeit kennenzulernen.

Ein Jahr Vorbereitung auf den Neustart

Der Stammposten musste seine Arbeit aufgrund fehlender Leitungskräfte zunächst einstellen. In den vergangenen zwölf Monaten starteten bereits die Vorbereitungen für den Neustart dieser Royal-Ranger-Arbeit: Das angehende Leitungsteam nahm zusammen mit zwölf eritreischen Kindern regelmäßig an den wöchentlichen Treffen des benachbarten Royal-Rangers-Stammes in Marktoberdorf teil. Organisiert und begleitet wurde dies insbesondere von Rebecca Groß sowie von Stefan Ostrowski, Regionalleiter der Royal Rangers für Schwaben. Die Stiftung Nächstenliebe in Aktion stellte für die Fahrten zwei Kleinbusse kostenlos zur Verfügung.

Neues Leitungsteam für Stamm 248

Nun hat sich Rebecca Groß bereit erklärt, gemeinsam mit Stefan Ostrowski und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Royal-Ranger-Stamm 248 in Neugablonz neu aufzubauen.

„Uns ist wichtig, dass Kinder einen Ort finden, an dem sie Gemeinschaft erleben, Verantwortung übernehmen, die Natur entdecken und zugleich christliche Werte ganz praktisch kennenlernen können“, erklärt Rebecca Groß. „Wir freuen uns sehr, dass es jetzt wieder direkt in Neugablonz weitergehen kann.“

Das Interesse ist bereits groß: Rund 40 Kinder werden am kommenden Freitag für das erste Treffen erwartet.

Abenteuer, Gemeinschaft und christlicher Glaube

Die Royal Rangers sind eine christliche Pfadfinderarbeit, bei der Kinder und Jugendliche in altersgerechten Teams von ehrenamtlichen Leiterinnen und Leitern begleitet werden. Neben klassischen Pfadfinderaktivitäten wie Naturerlebnissen, Camps, Wandern, Feuer machen und praktischen Fertigkeiten spielen Gemeinschaft, gegenseitige Verantwortung und der christliche Glaube eine wichtige Rolle.

Sommercamp „Exodus“ in Schwangau

Wie lebendig diese Arbeit sein kann, konnten vier Kinder aus Neugablonz bereits in diesem Sommer erleben. Sie nahmen am Royal-Rangers-Sommercamp „Exodus“ in Schwangau teil. Das Camp fand vom 10. bis 15. August 2026 statt. Insgesamt 220 Ranger aus den Stämmen Senden, Füssen/Marktoberdorf, Landsberg, Günzburg und Neu-Ulm verbrachten dort eine Woche voll mit Spiel, Spaß und Abenteuer und begaben sich auf eine Reise in das alte biblische Ägypten.

Erstes Treffen am 9. Oktober

Das erste Treffen findet am Freitag, 9. Oktober 2026, um 16:00 Uhr auf dem Gelände der Immanuelgemeinde, Dessestraße 5 in Neugablonz, statt.

Neben den bereits angemeldeten Kindern sind auch ausdrücklich weitere interessierte Familien willkommen. Eltern können gemeinsam mit ihren Kindern vorbeikommen und die Royal Rangers kennenlernen.

Kontakt

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an rr248@immanuel-kf.de

Family Store länger geöffnet

Unsere Stiftung reagiert auf steigende Kundenzahlen und Besucherwünsche

Gute Nachrichten für alle Besucherinnen und Besucher unseres Family Stores: Seit dem 1. Oktober 2026 haben wir unsere Öffnungszeiten deutlich erweitert.

Von Montag bis Freitag sind wir jetzt durchgehend von 10:00 bis 18:00 Uhr für Sie da. Die bisherige Mittagspause von 12:00 bis 14:00 Uhr entfällt. Damit möchten wir besonders auch Menschen die Möglichkeit geben, ihre Mittagspause für einen Besuch oder Einkauf bei uns zu nutzen.

Auch am Samstag haben wir länger geöffnet: von 10:00 bis 16:00 Uhr statt wie bisher nur bis 14:00 Uhr.

Der Grund dafür freut uns sehr: Immer mehr Menschen besuchen unseren Family Store. Gleichzeitig haben wir festgestellt, dass viele Kundinnen und Kunden gerne auch über die Mittagszeit oder am Samstagnachmittag bei uns einkaufen möchten. Diesem Wunsch kommen wir gerne nach.

Mehr als nur Secondhand

Unser Family Store ist für uns weit mehr als ein Secondhand-Kaufhaus. Natürlich finden Sie bei uns eine große Auswahl an gut erhaltenen Waren zu günstigen Preisen. Dinge, die andere nicht mehr benötigen, bekommen bei uns eine zweite Chance. Das schont Ressourcen, vermeidet Abfall und ermöglicht gleichzeitig preisbewusstes Einkaufen.

Genauso wichtig ist uns aber die Begegnung zwischen Menschen.

Deshalb gehört zu unserem Family Store auch ein gemütliches Bistro. Hier können Sie sich während oder nach dem Einkauf ausruhen, bei einer Tasse Kaffee oder Tee miteinander ins Gespräch kommen oder auch gemeinsam eine Runde spielen.

Bei uns darf man also nicht nur einkaufen – man darf auch einfach ein wenig bleiben.

Lebensmittel retten statt wegwerfen

Besonders wichtig ist uns außerdem unsere Zusammenarbeit mit der Foodsharing-Gruppe Kaufbeuren.

Über Foodsharing erhalten wir regelmäßig noch einwandfreie Lebensmittel, die andernfalls möglicherweise vernichtet würden. Diese können in unserem Family Store kostenlos mitgenommen werden.

Damit möchten wir gemeinsam einen kleinen, aber wichtigen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung leisten. Denn Lebensmittel sind wertvoll – und viel zu schade für die Mülltonne.

Unsere neuen Öffnungszeiten

Montag bis Freitag:
10:00 bis 18:00 Uhr – durchgehend

Samstag:
10:00 bis 16:00 Uhr

Wir freuen uns, dass der Family Store von immer mehr Menschen angenommen wird, und laden herzlich ein: Kommen Sie vorbei, stöbern Sie in Ruhe, trinken Sie eine Tasse Kaffee und nehmen Sie sich Zeit für Begegnung.

Suchtprävention, die bewegt

Mein Besuch im Revolution Train in Buchloe

Auf Einladung von Helmuth Geppert, dem derzeitigen Präsidenten des Rotary Clubs Buchloe, hatte ich am 24. September die Gelegenheit, den REVOLUTION TRAIN am Bahnhof in Buchloe zu besuchen. Was ich dort erlebt habe, hat mich nachhaltig beeindruckt – so sehr, dass ich bereits am folgenden Tag noch einmal nach Buchloe gefahren bin und einen eritreischen Teenager mitgenommen habe, den wir im Rahmen unserer Arbeit bei der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ begleiten.

Ein außergewöhnlicher Zugang zu einem schwierigen Thema

Ich gebe zu: Auch ich war zunächst gespannt, was mich in einem „Drogenpräventionszug“ erwarten würde. Nach rund eineinhalb Stunden war für mich klar: Hier wurde ein außergewöhnlicher Weg gefunden, jungen Menschen die Gefahren von Drogen und Sucht nahezubringen – ohne erhobenen Zeigefinger und ohne ihnen lediglich zu sagen: „Das darfst du nicht!“

Der REVOLUTION TRAIN ist ein Projekt der primären Drogenprävention. Besonders angesprochen werden Kinder und Jugendliche. Ziel ist es, sie möglichst früh zu erreichen – idealerweise bevor sie überhaupt erstmals mit Drogen oder anderen Suchtmitteln in Berührung kommen. Sie sollen informiert und zum Nachdenken angeregt werden und ihre eigene Haltung entwickeln, bevor sie irgendwann vor einer konkreten Entscheidung stehen.

Genau dieser Gedanke hat mich überzeugt.

Sechs Waggons – und plötzlich ist man mitten in der Geschichte

Der REVOLUTION TRAIN ist kein gewöhnlicher Informationsstand und auch keine klassische Ausstellung. Der 165 Meter lange und rund 300 Tonnen schwere Zug besteht aus sechs Waggons. Vier davon wurden zu multimedialen Kino- und Erlebnisräumen umgebaut. Dazu

Die Besucher verfolgen die Geschichte junger Menschen und erleben unmittelbar, wie Entscheidungen getroffen werden – und welche Konsequenzen daraus entstehen können.

Filmsequenzen wechseln mit realitätsnah gestalteten Kulissen. Man sieht nicht nur einen Unfall auf der Leinwand, sondern steht anschließend gewissermaßen mitten in der Situation. Die Besucher werden in Gespräche und Entscheidungsprozesse einbezogen und müssen sich selbst fragen: Wie hätte ich mich entschieden? Was hätte ich an dieser Stelle getan?

Gerade diese Verbindung von Sehen, Hören, Erleben und eigener Beteiligung macht das Konzept so eindrucksvoll.

Sucht verändert nicht nur das Leben eines Menschen

Besonders nachdenklich gemacht hat mich, wie deutlich im REVOLUTION TRAIN die Entwicklung einer Suchtkarriere dargestellt wird.

Am Anfang stehen Entscheidungen, die vielleicht noch harmlos erscheinen. Doch Schritt für Schritt wird sichtbar, welche Folgen daraus entstehen können. Es geht um Freundschaften und Gruppendruck, um Familie, Gesundheit, Schule und Beruf, um Straftaten und letztlich um die Frage, welche Richtung ein ganzes Leben nehmen kann.

Dabei bleibt der Besucher nicht mit dem Eindruck zurück, dass eine Suchtkarriere zwangsläufig sein muss. Ganz bewusst werden auch junge Menschen gezeigt, die Drogen ablehnen oder sich kritisch damit auseinandersetzen. Die Werte einer gesunden Lebensweise und die Fähigkeit, selbstbewusst eine eigene Entscheidung zu treffen, spielen eine zentrale Rolle.

Warum ich am nächsten Tag noch einmal nach Buchloe gefahren bin

Mein erster Besuch hat mich so beschäftigt, dass ich spontan entschieden habe, am nächsten Tag noch einmal nach Buchloe zu fahren.

Diesmal nahm ich einen eritreischen Teenager mit, den wir kennen und begleiten.

Denn ich bin der Meinung, dass wir mit unseren Kindern und Jugendlichen noch viel zu wenig über Suchtmittel und vor allem über deren Auswirkungen auf das gesamte Leben sprechen.

Dabei sollte es nicht nur um illegale Drogen gehen. Junge Menschen werden heute mit Alkohol, Nikotin und anderen Suchtmitteln konfrontiert und stehen zugleich unter vielfältigen sozialen Einflüssen. Entscheidend ist deshalb, ihnen nicht erst dann Unterstützung anzubieten, wenn bereits eine Abhängigkeit entstanden ist.

Prävention muss vorher beginnen.

Jugendliche stark machen, „Nein“ zu sagen

Was mir am Konzept des REVOLUTION TRAIN besonders gefällt, ist deshalb der Gedanke der Lebenskompetenz.

Ein Jugendlicher soll nicht auf Drogen verzichten, nur weil Erwachsene ihm sagen, dass Drogen gefährlich sind. Er soll möglichst selbst verstehen, welche Konsequenzen eine Entscheidung haben kann – und genügend Selbstvertrauen entwickeln, auch dann „Nein“ zu sagen, wenn andere in der Gruppe „Ja“ sagen.

In den Unterlagen des Projekts wird dieses Ziel sehr treffend beschrieben: Junge Menschen sollen eine gesundheitsbewusste Denkweise entwickeln, persönliche Freiheit und Eigenverantwortung erkennen und auf schwierige Schlüsselsituationen vorbereitet werden.

Das halte ich für einen entscheidenden Ansatz.

Mit dem Zug ist die Prävention nicht zu Ende

Beeindruckt hat mich auch, dass der REVOLUTION TRAIN nicht als isoliertes Ereignis verstanden wird.

Pädagogische Fachkräfte werden einbezogen, das Thema kann in den Schulen vor- und nachbereitet werden und es gibt ein eigenes Folgeprogramm. Einige Wochen nach dem Besuch wird die im Zug erlebte Geschichte noch einmal aufgegriffen – diesmal unter anderem aus rechtlicher Perspektive. Dabei geht es beispielsweise um persönliche Verantwortung und Sicherheit, Erste Hilfe, Straftaten und Ordnungswidrigkeiten sowie um Entscheidungen in Krisensituationen.

Auch Eltern spielen eine wichtige Rolle. Das gemeinsame Erlebnis soll helfen, innerhalb der Familie eine Gesprächsgrundlage über Sucht und Suchtmittel zu schaffen. Eltern erhalten zudem Informationen darüber, wie Schutzfaktoren in der Familie gestärkt und mögliche Probleme frühzeitig erkannt werden können.

Prävention braucht ein Netzwerk

Dass der REVOLUTION TRAIN überhaupt nach Buchloe gekommen ist, ist dem Engagement vieler Menschen zu verdanken. Besonders möchte ich an dieser Stelle Helmuth Geppert und dem Rotary Club Buchloe danken.

Ich habe mich sehr über seine persönliche Einladung gefreut. Noch mehr freue ich mich darüber, dass Verantwortliche vor Ort bereit sind, Zeit, Kraft und auch finanzielle Mittel in die Prävention zu investieren.

Denn genau das braucht es: Menschen, die nicht erst reagieren, wenn ein junger Mensch bereits abhängig geworden ist, sondern vorher handeln.

Auch das Konzept von REVOLUTION TRAIN setzt ausdrücklich auf die Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendämtern, Kommunen und örtlichen Präventionseinrichtungen. Lokale Fachkräfte werden geschult und miteinander vernetzt, damit etwas bleibt, wenn der Zug längst weitergefahren ist.

Ein Erlebnis, das mich nicht so schnell loslassen wird

Nach meinen beiden Besuchen in Buchloe bin ich mehr denn je davon überzeugt: Wir müssen früher, offener und verständlicher über Sucht sprechen.

Nicht mit Angst. Nicht mit Verurteilung. Und möglichst auch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger.

Wir müssen jungen Menschen vielmehr helfen zu verstehen, dass ihre Entscheidungen Konsequenzen haben – und gleichzeitig vermitteln, dass ihr Leben wertvoll ist, dass sie eine Zukunft haben und dass es sich lohnt, Verantwortung für dieses Leben zu übernehmen.

Genau deshalb hat mich der REVOLUTION TRAIN so begeistert.

Ich würde mir wünschen, dass noch viel mehr Schülerinnen und Schüler, Jugendgruppen, Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Verantwortliche in der Kinder- und Jugendarbeit dieses außergewöhnliche Präventionsprojekt kennenlernen können.

Denn vielleicht ist eine der wichtigsten Botschaften, die wir einem jungen Menschen mitgeben können, ganz einfach:

Du hast die Freiheit, dich zu entscheiden.
Du darfst Nein sagen.
Und dein Leben ist es wert, geschützt zu werden.

Wolfgang Groß
Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“


https://www.revolutiontrain.de/

Lebensmittel nicht verschwenden

Elf Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr

Noch immer werden in Deutschland jedes Jahr rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Nach Angaben eines aktuellen Zeitungsberichts entsteht der größte Teil dieser Abfälle nicht im Handel, sondern in privaten Haushalten: Rund 58 Prozent – etwa 6,3 Millionen Tonnen – entfallen auf Verbraucherinnen und Verbraucher. Besonders häufig landen Obst, Gemüse, Brot und andere noch genießbare Lebensmittel im Müll.

Obwohl bereits 2019 eine nationale Strategie zur Verringerung der Lebensmittelverschwendung beschlossen wurde, konnten die Abfallmengen bisher kaum gesenkt werden. Das Ziel, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren, ist deshalb nur zu erreichen, wenn Politik, Handel, Gastronomie und private Haushalte gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Andere Länder zeigen, was möglich ist

Ein Blick nach Frankreich macht deutlich, dass erhebliche Fortschritte möglich sind. Dort ist der Handel bereits seit 2016 verpflichtet, überschüssige Lebensmittel an gemeinnützige Einrichtungen weiterzugeben. Gleichzeitig erhalten die spendenden Unternehmen steuerliche Vorteile. Auf diese Weise können Lebensmittel gerettet und an Menschen weitergegeben werden, die Unterstützung benötigen.

Während in Frankreich die jährliche Menge an Lebensmittelabfällen innerhalb von zehn Jahren von 108 auf 58 Kilogramm pro Person gesunken ist, liegt sie in Deutschland weiterhin bei rund 75 Kilogramm. Das zeigt: Freiwilliges Engagement ist wertvoll, braucht aber verlässliche Strukturen und möglichst viele Menschen, die sich daran beteiligen.

Unser Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung

Die Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ setzt sich bereits seit mehreren Jahren aktiv gegen die Verschwendung von Lebensmitteln ein. In Zusammenarbeit mit den ehrenamtlich engagierten Lebensmittelretterinnen und Lebensmittelrettern der foodsharing-Gruppe Kaufbeuren erhalten wir regelmäßig Lebensmittel, die im Handel nicht mehr verkauft werden können, aber noch einwandfrei und genießbar sind.

Diese Waren werden in unserem Family Store in Neugablonz kostenlos angeboten. Dafür stehen zwei Kühlschränke sowie ein Regal zur Verfügung. Je nachdem, welche Lebensmittel gerettet werden konnten, finden sich dort beispielsweise Obst und Gemüse, Brot und Backwaren, Milchprodukte oder andere Waren des täglichen Bedarfs.

Was andernfalls möglicherweise vernichtet würde, kann auf diese Weise noch sinnvoll verwendet werden und Menschen zugutekommen. Gleichzeitig möchten wir das Bewusstsein dafür stärken, dass Lebensmittel kostbar sind und nicht selbstverständlich im Müll landen dürfen.

Lebensmittelrettung verbindet ökologische und soziale Verantwortung

Unser Lebensmittelangebot ist mehr als eine praktische Hilfe. Es verbindet den verantwortungsvollen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen mit gelebter Nächstenliebe. Lebensmittel werden vor der Vernichtung bewahrt, Menschen werden entlastet und zugleich entstehen im Family Store Begegnungen und persönliche Gespräche.

Für uns bedeutet der Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung deshalb:

  • wertvolle Lebensmittel retten,
  • Menschen ganz praktisch unterstützen,
  • Ressourcen und Umwelt schonen,
  • Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Konsum schaffen und
  • Nächstenliebe im Alltag sichtbar werden lassen.

Wir danken allen Lebensmittelmärkten, Bäckereien, Betrieben sowie den engagierten Helferinnen und Helfern von foodsharing  die diese wichtige Arbeit ermöglichen. Ihr Einsatz zeigt, dass jeder gerettete Laib Brot, jedes Stück Obst und jedes weitergegebene Lebensmittel einen Unterschied machen kann.

Jeder kann mithelfen

Auch im eigenen Haushalt lässt sich Lebensmittelverschwendung vermeiden: durch einen bewussten Einkauf, kleinere Mengen, die richtige Lagerung und einen kreativen Umgang mit Resten. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist zudem kein automatisches Wegwerfdatum. Viele Produkte sind auch danach noch einwandfrei genießbar.

Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass weniger Lebensmittel vernichtet werden und das, was noch gut ist, dort ankommt, wo es gebraucht wird. Denn Lebensmittel sind wertvoll – und viel zu schade für den Müll.

Mit Vollgas ins Ferienfinale

Ein aufregender Nachmittag in der Karthalle Kaufbeuren

Zum Abschluss der Sommerferien wartete auf einige der von der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ begleiteten Kinder noch einmal ein ganz besonderes Erlebnis: Gemeinsam ging es in die Karthalle Kaufbeuren. Nach vielen schönen Unternehmungen mit Familien und unseren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den vergangenen Wochen war dieser Besuch ein spannender und ausgesprochen fröhlicher Schlusspunkt der Ferienzeit.

Nicht alle Kinder konnten teilnehmen

Gerne hätten wir noch mehr Kinder mitgenommen. Für das Fahren der Karts ist aus Sicherheitsgründen jedoch eine Körpergröße von mindestens 1,40 Metern erforderlich. Deshalb konnten einige der jüngeren Kinder dieses Mal leider noch nicht dabei sein. Teilgenommen haben sechs Kinder aus eritreischen Flüchtlingsfamilien, darunter zwei Mädchen, sowie ein ukrainischer Junge.

An diesem Nachmittag spielte die unterschiedliche Herkunft der Kinder keine Rolle. Entscheidend waren die gemeinsame Freude, das neue Erlebnis und die Begeisterung darüber, selbst fahren zu dürfen. Gerade solche Unternehmungen zeigen immer wieder, wie unkompliziert Begegnung entstehen kann: beim gemeinsamen Lachen, beim gegenseitigen Anfeuern und natürlich bei der Frage, wer die Kurven besonders geschickt gemeistert hat.

Alle Ferienpass-Gutscheine durften für die Kinder genutzt werden

Möglich wurde der Besuch durch Gutscheine aus den Sommerferienpässen. Insgesamt standen uns 20 Gutscheine für die Karthalle zur Verfügung. Da wegen der vorgeschriebenen Mindestgröße weniger Kinder teilnehmen konnten als ursprünglich gedacht, wären ein Teil der Gutscheine ansonsten ungenutzt geblieben.

Umso mehr haben wir uns über das unkomplizierte Entgegenkommen von Herrn Josef Scheibel, den Inhaber der Karthalle, gefreut. Auf unsere Anfrage hin durften wir alle vorhandenen Gutscheine für die teilnehmenden Kinder einsetzen. Dadurch konnten die Kinder mehrfach fahren und das besondere Erlebnis noch intensiver genießen. Nach der ersten Fahrt war die Begeisterung ohnehin so groß, dass die Aussicht auf eine weitere Runde natürlich für strahlende Gesichter sorgte.

Dafür sagen wir Herrn Scheibel von Herzen Danke. Was auf den ersten Blick vielleicht nur wie eine zusätzliche Fahrt auf der Kartbahn erscheint, bedeutet für die Kinder sehr viel. Es sind solche besonderen Momente, die in Erinnerung bleiben und von denen sie anschließend ihren Familien und Freunden erzählen. Wir sind sehr dankbar für Menschen und Unternehmen in unserer Region, die unsere Arbeit auf so unkomplizierte Weise unterstützen und damit ganz konkret dazu beitragen, Kindern Freude und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Gemeinsame Erlebnisse verbinden

Der Besuch der Karthalle war Teil einer ganzen Reihe gemeinsamer Unternehmungen, die wir rund um die Sommerferien mit den von unserer Stiftung begleiteten Familien sowie unseren Ehrenamtlichen durchführen konnten. Unter anderem besuchten wir das Deutsche Museum in München, unternahmen eine Schifffahrt auf dem Forggensee, erlebten gemeinsam das Musical „Cinderella“ im Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen, gingen in der Filmburg Marktoberdorf ins Kino und trafen uns zu einem gemeinsamen Picknick in Hirschzell. Auch nach den Ferien soll es noch eine weitere Unternehmung geben: Geplant ist ein gemeinsamer Ausflug in den Zoo Augsburg.

Hinter diesen Ausflügen steht für uns mehr als reine Freizeitgestaltung. Viele der Familien, die wir begleiten, haben eine Flucht- oder Migrationsgeschichte und mussten in ihrem Leben bereits große Veränderungen bewältigen. Gemeinsame Unternehmungen eröffnen Möglichkeiten, unsere Region kennenzulernen, Neues zu entdecken und ganz selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Gleichzeitig entsteht Zeit für Begegnungen und Gespräche zwischen den Familien, den Kindern und unseren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Integration und ein gutes Miteinander wachsen nicht nur in Sprachkursen, Schulen oder bei Behördenterminen. Sie entstehen auch dort, wo Menschen gemeinsam unterwegs sind, miteinander lachen, sich gegenseitig helfen und schöne Erinnerungen teilen. Genau deshalb sind solche Tage für unsere Arbeit so wertvoll.

Für die sieben jungen Fahrerinnen und Fahrer standen diese großen Gedanken in der Karthalle allerdings verständlicherweise nicht im Mittelpunkt. Für sie zählte vor allem eines: Helm auf, einsteigen, Gas geben und jede Menge Spaß haben. Und genau so durfte ein richtig gelungener Abschluss der Sommerferien aussehen.

80 Jahre Neugablonz

Eine Geschichte von Neubeginn, Zusammenhalt und gelebter Verantwortung

Neugablonz feiert in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen. Für die Stiftung Nächstenliebe in Aktion ist dieses Jubiläum etwas ganz Besonderes, denn Neugablonz ist nicht nur der Sitz unserer Stiftung und unseres Family Centers, sondern seit Jahrzehnten auch ein Ort, an dem soziales und humanitäres Engagement gewachsen ist. Auch die international tätige Hilfsorganisation humedica e. V., die 1979 von Wolfgang und Dieter Groß gegründet wurde, hat hier ihre Wurzeln und bis heute ihren Sitz.

Die Geschichte Neugablonz‘ begann 1946 unter denkbar schwierigen Voraussetzungen. Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat im damaligen Gablonz an der Neiße und im Isergebirge vertrieben worden waren, fanden in Kaufbeuren eine neue Heimat. Mit handwerklichem Können, Unternehmergeist, Fleiß und einem bemerkenswerten Zusammenhalt bauten sie sich eine neue Existenz auf. Aus den schwierigen Anfängen entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte ein lebendiger Stadtteil mit einer weit über die Region hinaus bekannten Schmuck- und Glasindustrie.

Festakt im Gablonzer Haus

Einen Höhepunkt des Jubiläums bildete am Sonntag, 13. September 2026, der Festakt im Gablonzer Haus. Im Mittelpunkt standen die Geschichte des Stadtteils, die Aufbauleistung seiner Gründerinnen und Gründer sowie Versöhnung und europäische Verständigung.

Nach der Europahymne begrüßte Oberbürgermeister Stefan Bosse die Gäste. Grußworte kamen von Petr Beitl aus der Partnerstadt Jablonec nad Nisou/Gablonz an der Neiße, Dr. Martin Posselt vom Gablonzer Archiv und Museum e. V., Petra Laurin vom Haus der tschechisch-deutschen Verständigung und Peter Seibt vom Bundesverband der Gablonzer Industrie. Die Festrede hielt Eric Beißwenger, Bayerischer Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales und Mitglied des Bayerischen Landtags, der unserem Family Center bereits am 29. August 2025 einen Besuch abgestattet hatte, trug sich nach seiner Rede in das Goldene Buch der Stadt Kaufbeuren ein.

Ein wesentlicher Gedanke des Festaktes war nicht nur die Erinnerung an Flucht, Vertreibung und den mühevollen Neubeginn. Ebenso im Mittelpunkt standen Versöhnung, die gewachsene Freundschaft zwischen Deutschen und Tschechen und die Verantwortung, diese Erfahrungen an kommende Generationen weiterzugeben.

Ehrenringträger beim Festakt

Zu den geladenen Gästen gehörte auch Wolfgang Groß, Vorstandsvorsitzender unserer Stiftung und Mitgründer von humedica. Als Träger des Goldenen Ehrenrings der Stadt Kaufbeuren nahm er gemeinsam mit weiteren Ehrenringträgern am Festakt teil.

Zu ihnen gehörten Johann Marschall sowie Rosmarie (Rosi) und Horst Lauerwald. Die Begegnung der Ehrenringträger bei diesem besonderen Jubiläum macht zugleich sichtbar, wie sehr eine Stadt von Menschen lebt, die über viele Jahre Verantwortung übernehmen und sich für andere einsetzen.

Neugablonz – auch für uns ein Ort gelebter Nächstenliebe

Die Geschichte Neugablonz‘ berührt auch die Arbeit unserer Stiftung in besonderer Weise. Der Stadtteil ist selbst aus der Erfahrung von Heimatverlust, Vertreibung und einem schwierigen Neubeginn entstanden. Heute leben hier Menschen aus vielen Ländern und Kulturen, darunter zahlreiche Familien, die ebenfalls erfahren haben, was es bedeutet, die Heimat verlassen und an einem neuen Ort beginnen zu müssen.

Genau hier möchte die Stiftung Nächstenliebe in Aktion mit ihrem Family Center und dem Family Store einen Beitrag leisten: Menschen zusammenbringen, praktische Hilfe ermöglichen, Gemeinschaft fördern und dazu beitragen, dass Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialer Situation ein Stück Heimat und Zugehörigkeit erfahren können.

Dankbar für 80 Jahre – und mit Verantwortung für die Zukunft

Das 80-jährige Jubiläum ist deshalb nicht nur ein Anlass, auf eine außergewöhnliche Vergangenheit zurückzublicken. Es stellt zugleich die Frage, wie wir das Miteinander in Neugablonz in Zukunft gestalten wollen.

Mut zum Neubeginn, Fleiß, Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe haben diesen Stadtteil geprägt. Diese Werte bleiben aktuell. Für die Stiftung Nächstenliebe in Aktion sind sie Ansporn, gemeinsam mit vielen haupt- und ehrenamtlich engagierten Menschen weiter daran mitzuwirken, dass Neugablonz ein Ort bleibt, an dem Menschen füreinander da sind.

Wir gratulieren unserem Stadtteil Neugablonz von Herzen zum 80. Geburtstag und sind dankbar, hier unsere Heimat und den Mittelpunkt unserer Arbeit zu haben.

• Bildnachweis Veranstaltungsfoto: Peter Igel, Stadt Kaufbeuren.

Erneuter Kinobesuch in der Filmburg

Ein bekanntes Gesicht auf der großen Leinwand

Ein schöner Ferientag führte am 4. September insgesamt 17 Kinder sowie Betreuerinnen und Betreuer der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ in die Filmburg Marktoberdorf. Im Rahmen des Sommerferienpasses konnten sie dort kostenfrei den Familienfilm „Unheimlich perfekte Freunde“ anschauen. Dabei gab es für viele Kinder auf der Leinwand ein ganz besonderes Wiedersehen.

Eine Geschichte über Freundschaft und den Wunsch, perfekt zu sein

Im Mittelpunkt des Films „Unheimlich perfekte Freunde“ stehen die beiden zehnjährigen Freunde Frido und Emil. Durch ein geheimnisvolles Spiegelkabinett entstehen scheinbar perfekte Doppelgänger der beiden Jungen. Diese können plötzlich all das besonders gut, womit sich die beiden im Alltag und in der Schule schwertun.

Was zunächst wie die perfekte Lösung aussieht, entwickelt sich jedoch bald ganz anders als erwartet. Auf unterhaltsame und fantasievolle Weise beschäftigt sich der Film mit Freundschaft, Leistungsdruck und der Frage, ob wir wirklich immer perfekt sein müssen.

Die Geschichte vermittelt dabei eine schöne Botschaft, die auch gut zu unserer Arbeit mit Kindern passt: Jeder Mensch hat unterschiedliche Begabungen, Stärken und Schwächen – und gerade diese Unterschiede machen uns einzigartig.

„Den kennen wir doch!“

Für einige unserer Kinder hatte der Film noch eine ganz besondere Überraschung zu bieten: Eine der Hauptrollen, den zehnjährigen Frido, spielt Luis Vorbach, der – wie viele der Kinder unserer Gruppe – aus Kaufbeuren stammt.

Und Luis Vorbach war für die Kinder inzwischen kein Unbekannter mehr.

Erst am 4. April 2026 hatten sie ihn nach einer Filmvorführung von „Die Schule der magischen Tiere 4“ persönlich kennenlernen dürfen. Der inzwischen junge Erwachsene nahm sich damals Zeit für die Kinder, beantwortete Fragen und erfüllte natürlich auch ihre Autogrammwünsche.

Umso spannender war es nun, ihn wenige Monate später in „Unheimlich perfekte Freunde“ noch einmal als Kind auf der großen Kinoleinwand zu erleben. Der Film entstand bereits einige Jahre zuvor, als Luis selbst ungefähr im Alter vieler unserer teilnehmenden Kinder war.

Aus dem Schauspieler, den sie kurz zuvor persönlich getroffen hatten, wurde auf der Leinwand plötzlich wieder der junge Frido. Gerade diese Verbindung machte den Kinobesuch für die Kinder zu einem besonderen Erlebnis.

Gemeinsame Erlebnisse verbinden

Solche Ausflüge gehören für unsere Stiftung zu einer wichtigen Ergänzung der alltäglichen Begleitung von Kindern und Familien. Gemeinsam unterwegs zu sein, miteinander zu lachen und etwas Besonderes zu erleben, schafft Gemeinschaft und Erinnerungen, über die oft noch lange gesprochen wird.

Für viele der von uns begleiteten Kinder mit Flucht- und Migrationsgeschichte sind solche Freizeitangebote zudem nicht selbstverständlich. Deshalb freuen wir uns sehr, wenn wir ihnen während der Ferien immer wieder unterschiedliche Erlebnisse ermöglichen können.

Unser herzlicher Dank gilt Monika Schubert und der Filmburg Marktoberdorf, die unserer Gruppe diesen kostenfreien Kinobesuch im Rahmen des Sommerferienpasses ermöglicht haben.

Vielen Dank für einen wunderbaren Kinonachmittag –
und für ein ganz besonderes Wiedersehen mit einem Kaufbeurer auf der großen Leinwand!