48 Gäste erleben „Cinderella“ im Festspielhaus Neuschwanstein

Was im vergangenen Jahr mit einer herzlichen Zusage begann, wurde in diesem Sommer Wirklichkeit: Am 22. und 29. August 2026 waren insgesamt 48 von unserer Stiftung begleitete Menschen – Familien mit Migrationsgeschichte sowie ehrenamtliche Helferinnen und Helfer – zu einem kostenlosen Besuch des Familienmusicals „Cinderella“ im Festspielhaus Neuschwanstein eingeladen.

Die Einladung kam erneut von der Geschäftsführerin des Festspielhauses, Birgit Karle. Bereits nach dem gemeinsamen Besuch des Musicals „Der Geist der Weihnacht“ im vergangenen Jahr hatte sie angesichts der großen Begeisterung der Kinder spontan versprochen, die Gruppe im Sommer zu „Cinderella“ wieder einzuladen. Dass dieses Versprechen nun gleich an zwei Terminen eingelöst wurde, hat uns ganz besonders gefreut.

Ein märchenhafter Nachmittag am Forggensee

Schon die besondere Lage des Festspielhauses direkt am Forggensee macht einen Besuch zu einem Erlebnis. Im Theatersaal wartete dann eine märchenhafte Welt auf die Kinder und Erwachsenen: „Cinderella“ erzählt die bekannte Geschichte von Ella, Prinz André und dem verlorenen Schuh als großes Familienmusical. Das Festspielhaus beschreibt die Inszenierung als „magisch – romantisch – faszinierend“. Die Musik stammt von Ephraim Peise, das Buch von Benjamin Sahler.

Mit Musik, Tanz, fantasievollen Kostümen und eindrucksvollen Bühnenbildern nahm die Aufführung unsere Gäste für einige Stunden mit in eine Welt voller Hoffnung, Träume und überraschender Wendungen. Gerade für die Kinder war es bewegend zu erleben, wie aus einer vertrauten Märchengeschichte ein großes Bühnenerlebnis wird.

Kulturelle Teilhabe schafft Heimat

Für unsere Stiftung bedeutet eine solche Einladung jedoch weit mehr als einen schönen Ausflug. Viele der von uns begleiteten Familien haben ihre Heimat verlassen müssen und bauen sich in Deutschland ein neues Leben auf. Neben Sprachförderung, Unterstützung im Alltag und ganz praktischer Hilfe gehört für uns auch gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe zu einem guten Ankommen.

Gemeinsame Erlebnisse können dabei Brücken bauen. Wenn Kinder und Eltern zusammen mit ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleitern staunen, lachen und sich von einer Geschichte berühren lassen, treten Herkunft, Sprachkenntnisse und die Herausforderungen des Alltags für einige Stunden in den Hintergrund. Es entstehen gemeinsame Erinnerungen – und manchmal sind gerade solche Erinnerungen ein wichtiger Teil davon, sich in einer neuen Heimat zuhause zu fühlen.

Ehrenamt, das Menschen verbindet

Dass auch unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer eingeladen waren, freut uns besonders. Ohne Menschen, die Zeit schenken, zuhören, begleiten, erklären, Fahrdienste übernehmen oder Familien im Alltag zur Seite stehen, wäre vieles von dem, was unsere Stiftung tut, nicht möglich. Der Musicalbesuch war deshalb zugleich eine schöne Wertschätzung ihres Engagements.

Wir sind Birgit Karle und dem gesamten Team des Festspielhauses Neuschwanstein außerordentlich dankbar“, sagt Wolfgang Groß, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“. „48 Menschen zu zwei Vorstellungen einzuladen, ist eine sehr großzügige Geste. Besonders berührt uns, dass aus der spontanen Zusage im vergangenen Jahr ein Versprechen wurde, das nun tatsächlich eingelöst worden ist. Für viele unserer Kinder und Familien sind solche Erlebnisse keineswegs selbstverständlich.“

Ein herzliches Dankeschön

Die beiden Nachmittage am Forggensee werden deshalb sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Unser herzlicher Dank gilt Birgit Karle und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Festspielhauses Neuschwanstein, die diese besonderen Erlebnisse ermöglicht haben.

Weitere Informationen zu „Cinderella – Das Musical“: Festspielhaus Neuschwanstein – Cinderella

Manchmal braucht es eben keinen gläsernen Schuh, damit ein kleines Märchen wahr wird.