Ein aufregender Nachmittag in der Karthalle Kaufbeuren

Zum Abschluss der Sommerferien wartete auf einige der von der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ begleiteten Kinder noch einmal ein ganz besonderes Erlebnis: Gemeinsam ging es in die Karthalle Kaufbeuren. Nach vielen schönen Unternehmungen mit Familien und unseren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den vergangenen Wochen war dieser Besuch ein spannender und ausgesprochen fröhlicher Schlusspunkt der Ferienzeit.

Nicht alle Kinder konnten teilnehmen

Gerne hätten wir noch mehr Kinder mitgenommen. Für das Fahren der Karts ist aus Sicherheitsgründen jedoch eine Körpergröße von mindestens 1,40 Metern erforderlich. Deshalb konnten einige der jüngeren Kinder dieses Mal leider noch nicht dabei sein. Teilgenommen haben sechs Kinder aus eritreischen Flüchtlingsfamilien, darunter zwei Mädchen, sowie ein ukrainischer Junge.

An diesem Nachmittag spielte die unterschiedliche Herkunft der Kinder keine Rolle. Entscheidend waren die gemeinsame Freude, das neue Erlebnis und die Begeisterung darüber, selbst fahren zu dürfen. Gerade solche Unternehmungen zeigen immer wieder, wie unkompliziert Begegnung entstehen kann: beim gemeinsamen Lachen, beim gegenseitigen Anfeuern und natürlich bei der Frage, wer die Kurven besonders geschickt gemeistert hat.

Alle Ferienpass-Gutscheine durften für die Kinder genutzt werden

Möglich wurde der Besuch durch Gutscheine aus den Sommerferienpässen. Insgesamt standen uns 20 Gutscheine für die Karthalle zur Verfügung. Da wegen der vorgeschriebenen Mindestgröße weniger Kinder teilnehmen konnten als ursprünglich gedacht, wären ein Teil der Gutscheine ansonsten ungenutzt geblieben.

Umso mehr haben wir uns über das unkomplizierte Entgegenkommen von Herrn Josef Scheibel, den Inhaber der Karthalle, gefreut. Auf unsere Anfrage hin durften wir alle vorhandenen Gutscheine für die teilnehmenden Kinder einsetzen. Dadurch konnten die Kinder mehrfach fahren und das besondere Erlebnis noch intensiver genießen. Nach der ersten Fahrt war die Begeisterung ohnehin so groß, dass die Aussicht auf eine weitere Runde natürlich für strahlende Gesichter sorgte.

Dafür sagen wir Herrn Scheibel von Herzen Danke. Was auf den ersten Blick vielleicht nur wie eine zusätzliche Fahrt auf der Kartbahn erscheint, bedeutet für die Kinder sehr viel. Es sind solche besonderen Momente, die in Erinnerung bleiben und von denen sie anschließend ihren Familien und Freunden erzählen. Wir sind sehr dankbar für Menschen und Unternehmen in unserer Region, die unsere Arbeit auf so unkomplizierte Weise unterstützen und damit ganz konkret dazu beitragen, Kindern Freude und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Gemeinsame Erlebnisse verbinden

Der Besuch der Karthalle war Teil einer ganzen Reihe gemeinsamer Unternehmungen, die wir rund um die Sommerferien mit den von unserer Stiftung begleiteten Familien sowie unseren Ehrenamtlichen durchführen konnten. Unter anderem besuchten wir das Deutsche Museum in München, unternahmen eine Schifffahrt auf dem Forggensee, erlebten gemeinsam das Musical „Cinderella“ im Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen, gingen in der Filmburg Marktoberdorf ins Kino und trafen uns zu einem gemeinsamen Picknick in Hirschzell. Auch nach den Ferien soll es noch eine weitere Unternehmung geben: Geplant ist ein gemeinsamer Ausflug in den Zoo Augsburg.

Hinter diesen Ausflügen steht für uns mehr als reine Freizeitgestaltung. Viele der Familien, die wir begleiten, haben eine Flucht- oder Migrationsgeschichte und mussten in ihrem Leben bereits große Veränderungen bewältigen. Gemeinsame Unternehmungen eröffnen Möglichkeiten, unsere Region kennenzulernen, Neues zu entdecken und ganz selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Gleichzeitig entsteht Zeit für Begegnungen und Gespräche zwischen den Familien, den Kindern und unseren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Integration und ein gutes Miteinander wachsen nicht nur in Sprachkursen, Schulen oder bei Behördenterminen. Sie entstehen auch dort, wo Menschen gemeinsam unterwegs sind, miteinander lachen, sich gegenseitig helfen und schöne Erinnerungen teilen. Genau deshalb sind solche Tage für unsere Arbeit so wertvoll.

Für die sieben jungen Fahrerinnen und Fahrer standen diese großen Gedanken in der Karthalle allerdings verständlicherweise nicht im Mittelpunkt. Für sie zählte vor allem eines: Helm auf, einsteigen, Gas geben und jede Menge Spaß haben. Und genau so durfte ein richtig gelungener Abschluss der Sommerferien aussehen.